Bezahlen in England
Wählen Sie beim Bezahlen immer Pfund. Wählen Sie Euro, bestimmt das Terminal den Kurs, und der ist fast immer schlechter.

- €1,17 für £1 am 8. September 2026
- 3 bis 7 % extra beim Abrechnen in Euro
- £1,75 eine Busfahrt in London
- £0 Bargeld nötig in der Stadt
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Was muss man vorher regeln?
Fast nichts, bis auf die Karte. Eine deutsche Girocard allein reicht nicht: Maestro und V Pay werden in Großbritannien praktisch nirgends akzeptiert. Sie brauchen eine Visa oder Mastercard, als Kredit- oder Debitkarte, kontaktlos, und eine zweite Karte getrennt in der Tasche für den Fall, dass die erste gesperrt wird. Geld vorab zu tauschen ist nicht nötig und selten günstig. Das Einzige, was Sie unterwegs behalten müssen, steht oben: Pfund wählen, nie Euro.
Geprüft am 9. September 2026 bei data.ecb.europa.eu, tfl.gov.uk, fca.org.uk, bankofengland.co.uk, gov.uk
Die Währung in England ist das britische Pfund, Pound Sterling, mit dem Zeichen £. Ein Pfund hat hundert Pence und stand am 8. September 2026 bei €1,17. Bargeld brauchen Sie fast nicht: Karte und Telefon funktionieren überall, bis in den Bus und auf den Markt. Was Sie brauchen, ist die richtige Karte, und eine Regel am Terminal.
Das Pfund und der Kurs
Der Kurs ändert sich täglich und lässt sich nicht vorhersagen. Für ein Budget sind €1,15 bis €1,20 je Pfund eine sichere Annahme. Ein Wochenende mit £400 Ausgaben kostet dann zwischen €460 und €480.
Tauschen vor der Abreise ist nicht nötig. Eine Wechselstube rechnet ihre Marge in den Kurs ein, und die ist fast immer ungünstiger als das, was Ihre Bank bei einer gewöhnlichen Kartenzahlung berechnet. Das gilt besonders für Wechselstuben an Flughäfen und in Bahnhofshallen.
Welche Karte Sie brauchen
Das ist der Punkt, an dem deutsche Reisende am häufigsten am Schalter stehen. Eine Girocard allein reicht nicht: Das gilt für die alten Karten mit Maestro-Logo genauso wie für die neueren mit V Pay, denn beide Systeme werden in Großbritannien praktisch nirgends akzeptiert. Mastercard gibt seit Juli 2023 keine neuen Maestro-Girocards mehr aus, und die ausgegebenen laufen bis 2027; für England ändert das nichts, dort hilft keines von beiden.
Sie brauchen eine Visa oder Mastercard, als Kredit- oder Debitkarte. Entscheidend für die Kosten ist das Fremdwährungsentgelt Ihrer Bank: Viele deutsche Banken berechnen für Zahlungen außerhalb der Eurozone 1,5 bis 2 Prozent des Umsatzes, und bei zwei Wochen Urlaub summiert sich das. Eine Karte ohne dieses Entgelt spart bei £1.000 Ausgaben rund €20.
Welche Karte in England funktioniert
Entscheidend ist nicht die Kartenart, sondern ob das System in Großbritannien bekannt ist, und was Ihre Bank für Fremdwährung verlangt.
| Karte | Akzeptanz in England | Worauf achten |
|---|---|---|
| Visa oder Mastercard, Kreditkarte | sehr hoch, überall | Fremdwährungsentgelt der Bank prüfen, meist 1,5 bis 2 % |
| Debitkarte mit Visa oder Mastercard | sehr hoch | oft günstiger als die Kreditkarte |
| Girocard mit Maestro oder V Pay | wird nicht akzeptiert | beide Systeme sind in Großbritannien praktisch unbekannt |
| Apple Pay oder Google Pay | sehr hoch | rechnet über die hinterlegte Karte ab |
| American Express | eingeschränkt | in kleinen Läden oft nicht möglich |
Überall Karte, fast nirgends Bargeld
Kontaktloses Bezahlen ist in England der Standard, und das Land ist dabei weiter als Deutschland: Läden, Restaurants, Pubs, Museen, Parkautomaten und der Nahverkehr nehmen alle Karte, auch für Beträge unter £1, und eine wachsende Zahl von Betrieben nimmt gar kein Bargeld mehr an.
Im Bus in London können Sie nicht einmal bar zahlen. Sie halten Karte, Telefon oder Oyster-Karte an den gelben Leser an der Tür. Eine Fahrt kostet £1,75, und mit der Hopper-Regel fahren Sie innerhalb einer Stunde beliebig oft für diesen Betrag; mehr als £5,25 am Tag zahlen Sie mit dem Bus nie.
Die kontaktlose Grenze liegt in der Praxis bei £100 je Zahlung. Seit dem 19. März 2026 dürfen Banken sie selbst festlegen, aber nach der Finanzaufsicht FCA bleiben die meisten vorerst bei £100. Darüber fragt das Terminal nach der PIN, nehmen Sie also die Karte mit und nicht nur das Telefon.
Die teure Falle: Abrechnen in Euro
Beim Bezahlen oder Abheben fragt das Gerät manchmal, ob Sie in Pfund oder in Euro zahlen möchten. Wählen Sie Pfund.
Wählen Sie Euro, rechnet nicht Ihre Bank den Kurs um, sondern das Terminal, und das verwendet einen eigenen Kurs mit Marge. Das heißt Dynamic Currency Conversion. In Tests liegt diese Marge meist 3 bis 7 Prozent über dem Marktkurs, Ausreißer darüber kommen vor. Das Display präsentiert es als Service, mit einem sauberen Betrag in Euro, aber es ist die teuerste Taste am Gerät.
Was ein Einkauf von £100 kostet
Gerechnet mit dem Referenzkurs der EZB vom 8. September 2026, nach dem £100 gleich €116,63 sind. Was Sie darüber zahlen, hängt davon ab, wie Sie abrechnen.
| Wie Sie zahlen | Sie zahlen | Warum |
|---|---|---|
| In Pfund, mit einer deutschen Bankkarte | rund €118 bis €119 | Fremdwährungsentgelt der eigenen Bank, 1,5 bis 2 % |
| In Euro, über die Wahl am Terminal | €120 bis €125 | das Terminal bestimmt den Kurs selbst |
| In Pfund, mit einer Karte ohne Fremdwährungsentgelt | rund €117 | Sie bekommen fast den Marktkurs |
| Bar, abgehoben am Automaten einer Bank | rund €121 | Entgelt plus Gebühr je Abhebung |
Das Display dreht die Frage manchmal umEin Terminal zeigt nicht immer zwei gleichwertige Tasten. Manchmal steht nur ein Betrag in Euro mit "OK" darunter, und die Pfund-Wahl steckt hinter einem zweiten Bildschirm. Lesen Sie, was da steht, bevor Sie bestätigen; rückgängig machen lässt es sich danach meist nicht.
Das gilt auch am GeldautomatenAutomaten stellen dieselbe Frage bei einer Abhebung, und freistehende Automaten an touristischen Orten verlangen dazu oft eine eigene Gebühr von £2 bis £3. Heben Sie bei einem Automaten einer Bank ab, Barclays, Lloyds, HSBC oder NatWest, und lehnen Sie den angebotenen Kurs ab.
Bargeld: wie viel und wo
In einer Stadt brauchen Sie nichts. Auf dem Land sind £20 bis £30 praktisch: für einen Marktstand, einen alten Parkautomaten, das Trinkgeldglas im Dorfpub oder die Sammelbüchse in einer Kirche, die Sie besichtigen.
Heben Sie bei einem Automaten einer Bank ab, erkennbar am Namen an der Fassade; Barclays, Lloyds, HSBC und NatWest verlangen in der Regel keine eigene Gebühr, Ihre Hausbank aber möglicherweise schon. Freistehende Automaten an touristischen Orten und in Spätläden verlangen oft £2 bis £3 je Abhebung, zusätzlich zu dem, was Ihre Bank berechnet. Einmal einen größeren Betrag abheben ist also günstiger als dreimal einen kleinen. Reisen Sie mit viel Bargeld, beachten Sie die Anmeldegrenze unter Zoll und Einfuhr.
Schottische, nordirische und alte Scheine
Schottische und nordirische Banken geben eigene Scheine aus. Die sind in England kein gesetzliches Zahlungsmittel, und ein Händler darf sie ablehnen. In der Praxis nehmen viele Betriebe sie an, vor allem im Norden, aber rechnen Sie in Cornwall nicht damit. Kommen Sie aus Schottland, geben Sie sie aus, bevor Sie die Grenze überqueren.
Gesetzliches Zahlungsmittel heißt übrigens weniger, als es klingt. Die Bank of England erklärt, dass ein Laden selbst bestimmt, was er annimmt; auch Bargeld darf er ablehnen. Papierscheine sind aus dem Umlauf und werden nirgends mehr angenommen. Haben Sie noch welche von einer früheren Reise, können Sie sie weiterhin tauschen: Die Bank of England kennt keine Frist, und 52 Postämter tauschen Beträge bis £300. Warum Schottland eigene Scheine hat, steht unter England oder Großbritannien.

Trinkgeld und die Service Charge
In einem Restaurant mit Bedienung sind 10 bis 12,5 Prozent üblich, aber oft steht das schon als Service Charge auf der Rechnung. Dann ist das das Trinkgeld, und Sie geben nichts extra. An der Theke im Pub wird kein Trinkgeld erwartet; wer möchte, sagt beim Zahlen “and one for yourself”, dann nimmt sich der Wirt den Gegenwert eines Getränks.
Seit dem 1. Oktober 2024 gilt der Employment (Allocation of Tips) Act 2023: Trinkgeld und Service Charges müssen vollständig beim Personal ankommen, ohne Abzüge. Ein Betrieb darf also nichts davon behalten. Die Service Charge bleibt freiwillig: Sie dürfen bitten, sie von der Rechnung zu nehmen.
Trinkgeld in England
Trinkgeld ist in England am Tisch üblich und an der Theke nicht. Seit Oktober 2024 muss ein Betrieb Trinkgeld vollständig an das Personal weitergeben.
| Wo | Was üblich ist | Beachten |
|---|---|---|
| Restaurant mit Bedienung | 10 bis 12,5 % | steht oft schon als Service Charge auf der Rechnung |
| Pub, Bestellung an der Theke | nichts | üblich ist, dem Personal ein Getränk anzubieten: "and one for yourself" |
| Taxi oder Uber | aufrunden | kein fester Prozentsatz |
| Hotel, Koffer aufs Zimmer | £1 bis £2 je Koffer | bar, denn das läuft nicht über die Rechnung |
| Friseur, Führung, Spa | 10 % | üblich, aber nicht Pflicht |
Die Service Charge ist freiwilligSteht eine Service Charge von 12,5 % auf der Rechnung, ist das das Trinkgeld, und Sie geben nichts extra. Der Aufschlag ist außerdem freiwillig: Sie dürfen bitten, ihn zu streichen, etwa wenn der Service schlecht war. Behalten darf ein Betrieb ihn nicht.
Was Essen und Eintritte kosten
Die Preise schwanken stark zwischen London und dem Rest des Landes. Als grobe Orientierung für 2026 außerhalb Londons: ein Pint im Pub £5 bis £6, ein Kaffee £3 bis £4, ein Hauptgericht im Pub £15 bis £20, Fish and Chips zum Mitnehmen £9 bis £13, ein Schloss oder Herrenhaus £15 bis £25. Die großen nationalen Museen, darunter British Museum, National Gallery und Tate Modern, verlangen keinen Eintritt, was London für Kulturreisende günstiger macht, als der Ruf vermuten lässt. Wer mehrere historische Stätten besuchen will, rechnet durch, ob sich eine Mitgliedschaft bei English Heritage oder National Trust lohnt; ab etwa vier bis fünf Besuchen ist das meist der Fall.
Bevor Sie losfahren, klären Sie die Einreise mit ETA und prüfen Sie, was Sie mitnehmen dürfen. Für unterwegs ist außerdem Steckdose, Handy und Internet relevant.
Ob und wie viel Trinkgeld dazukommt, und was eine Service Charge auf der Rechnung bedeutet, steht unter Trinkgeld in England.
Häufige Fragen zum Bezahlen in England
- Mit welcher Währung bezahlt man in England?
- Mit dem britischen Pfund, Pound Sterling, Zeichen £. Ein Pfund hat hundert Pence. Der Euro ist in England kein Zahlungsmittel, auch nicht in touristischen Läden.
- Wie viel Euro ist ein Pfund?
- Am 8. September 2026 stand £1 bei €1,17, nach dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank. Der Kurs ändert sich täglich. Rechnen Sie für ein Budget mit €1,15 bis €1,20 je Pfund.
- Soll ich in Pfund oder in Euro abrechnen?
- Immer in Pfund. Wählen Sie Euro, rechnet das Terminal mit einem eigenen Kurs, und der liegt meist 3 bis 7 Prozent über dem Marktkurs. Bei einem Einkauf von £100 sind das schnell €5.
- Reicht meine Girocard in England?
- Nein. Girocards mit Maestro oder V Pay werden in Großbritannien praktisch nirgends angenommen. Prüfen Sie, ob Ihre Karte zusätzlich ein Visa- oder Mastercard-Zeichen trägt; wenn nicht, nehmen Sie eine zweite Karte mit.
- Brauche ich Bargeld in England?
- In Städten so gut wie nicht: Läden, Pubs, Museen und der Nahverkehr nehmen alle Karte. Auf dem Land sind £20 bis £30 praktisch, für einen Marktstand, einen alten Parkautomaten oder das Trinkgeldglas im Dorfpub.
- Kann ich mit schottischen Scheinen in England bezahlen?
- Oft ja, aber ein Laden muss sie nicht annehmen. Schottische und nordirische Scheine sind in England kein gesetzliches Zahlungsmittel. Geben Sie sie aus, bevor Sie die Grenze überqueren, oder tauschen Sie sie bei einer Bank.
- Kann ich noch mit alten Papierscheinen bezahlen?
- Nein, Papierscheine sind aus dem Umlauf. Tauschen geht weiterhin: Die Bank of England kennt keine Frist, und 52 Postämter tauschen Beträge bis £300.
- Wo liegt die Grenze für kontaktloses Bezahlen?
- In der Praxis bei £100 je Zahlung. Seit März 2026 dürfen Banken ihre eigene Grenze festlegen, aber die meisten bleiben vorerst bei £100. Darüber fragt das Terminal nach der PIN, nehmen Sie also die Karte mit und nicht nur das Telefon.