Steckdose, Handy und Internet in England

Drei rechteckige Pins, 230 Volt und 50 Hertz: Ein einfacher Adapter reicht, einen Spannungswandler brauchen Sie nicht.

Reiseadapter für britische Steckdosen
  • Typ G drei rechteckige Pins, mit Sicherung
  • 230 V bei 50 Hertz, wie zu Hause
  • €0 Roaming-Aufpreis bei den großen Anbietern
  • 2 Powerbanks je Person im Handgepäck
Auf dieser Seite
  1. Welchen Adapter Sie brauchen
  2. Britische Steckdosen haben einen Schalter
  3. Was das Handy in England kostet
  4. Wie gut das Netz ist
  5. Powerbank und Batterien
  6. Häufige Fragen
  7. Quellen

Was muss man wissen?

England nutzt Steckdosen vom Typ G mit drei rechteckigen Pins. Sie brauchen einen Reiseadapter, aber keinen Spannungswandler, denn Spannung und Frequenz sind mit Deutschland identisch. Viele britische Steckdosen haben einen eigenen Schalter, der an sein muss. Beim Handy verlangen Telekom, Vodafone, o2 und auch die Discounter 2026 keinen Aufpreis für Großbritannien; ein Rechtsanspruch besteht seit dem Brexit nicht, prüfen Sie es also im eigenen Tarif. Und laden Sie die Route offline herunter, denn im Lake District, im Dartmoor und in Teilen von Cornwall fällt der Empfang weg.

Geprüft am 15. September 2026 bei electricalsafetyfirst.org.uk, bsigroup.com, teltarif.de, ofcom.org.uk, caa.co.uk

In England passt Ihr Stecker nicht in die Steckdose. Das ganze Vereinigte Königreich nutzt Typ G: einen Stecker mit drei rechteckigen Pins und einer Sicherung darin. Das Netz liefert 230 Volt bei 50 Hertz, genau wie zu Hause. Beim Handy ist die Lage 2026 entspannter, als der Brexit vermuten lässt, mit einer Ausnahme: dem Empfang auf dem Land.

Welchen Adapter Sie brauchen

Einen für Steckdosentyp G: drei rechteckige Pins, in einem Dreieck angeordnet, mit einem längeren Erdungspin oben. Diese Form gibt es außer in Großbritannien unter anderem in Irland, Malta und Zypern, sie passt aber zu keinem deutschen Stecker. Ein Adapter ändert nur die Form, nicht die Spannung, und das muss er auch nicht: Föhn, Laptop und Ladegerät funktionieren ohne Einschränkung, sobald der Stecker mechanisch passt. Nur ein Gerät, das für eine andere Spannung gebaut ist, etwa aus den USA, braucht einen Wandler.

Strom in Großbritannien und Deutschland

Nach Electrical Safety First und der britischen Norm BS 1363.

MerkmalGroßbritannienDeutschland
SteckdosentypG, drei rechteckige PinsF, Schuko
Spannung230 V230 V
Frequenz50 Hz50 Hz
Spannungswandler nötigneinentfällt
Adapter nötigjaentfällt
Sicherungim Stecker, 3 bis 13 Aim Sicherungskasten

Ein Adapter plus eine deutsche MehrfachsteckdoseDamit laden Sie Handys, Kamera und Laptop gleichzeitig über einen einzigen britischen Anschluss. Das ist in älteren Bed and Breakfasts nützlich, wo es neben dem Bett oft nur eine einzige Steckdose gibt. Vor Ort kosten Reisestecker in Touristenläden meist £4 bis £10.

Die Sicherung sitzt im SteckerBritische Stecker haben eine eingebaute Sicherung. Geht ein Gerät nicht an, obwohl die Steckdose funktioniert, kann die Sicherung durch sein; in einem Adapter sitzt meist auch eine.

Britische Steckdosen haben einen Schalter

Fast jede britische Steckdose hat einen kleinen Kippschalter daneben oder darauf. Steht er auf Off, fließt kein Strom, auch wenn der Stecker korrekt sitzt. Das ist der häufigste Grund, warum Reisende glauben, ihr Adapter sei kaputt.

Zweite Eigenheit: In Badezimmern gibt es aus Sicherheitsgründen meist keine normale Steckdose, sondern nur einen Rasieranschluss mit zwei runden Pins. Der liefert zu wenig Leistung für einen Föhn. Föhnen Sie also im Schlafzimmer, dort ist eine normale Steckdose.

Was das Handy in England kostet

Großbritannien ist seit dem Brexit kein EU-Land mehr, die EU-Roaming-Verordnung gilt dort nicht. Dass viele deutsche Anbieter trotzdem keine Zusatzkosten verlangen, ist eine freiwillige Entscheidung und kein Rechtsanspruch. Discount heißt dabei nicht automatisch Aufpreis: Auch Aldi Talk, congstar, Blau und 1&1 führen Großbritannien in der günstigsten Ländergruppe. Die Ausnahme sind ältere und sehr günstige Prepaid-Tarife, bei denen das Land noch in einer teureren Zone liegen kann. Prüfen Sie das in Ihrem Tarif, bevor Sie fahren.

Lohnt sich eine eSIM? Wenn Ihr Tarif Aufpreis kostet und Sie länger als ein paar Tage bleiben. Sie buchen sie vorab online, installieren sie per QR-Code und aktivieren sie bei der Ankunft; die deutsche Nummer bleibt für Anrufe erreichbar, die Daten laufen über die eSIM. Voraussetzung ist ein Gerät, das eSIM unterstützt, bei iPhones ab dem XS und den meisten aktuellen Android-Geräten. Für ein verlängertes Wochenende lohnt der Aufwand meist nicht, für zwei Wochen Rundreise oft schon.

Ein Telefonbildschirm mit einem britischen Netznamen, etwa EE, O2, Vodafone UK oder Three.
Ihr Telefon wählt in Großbritannien selbst ein Netz: EE, O2, Vodafone oder Three.Foto: Andrew Abbott, CC BY-SA 2.0

Gilt Ihr Tarif in Großbritannien?

Die großen deutschen Anbieter und Discounter, geprüft bei teltarif und den Anbietern im September 2026. Es ist eine freiwillige Entscheidung der Anbieter, kein Recht.

AnbieterGroßbritannien im TarifBeachten
Telekomja, wie EU-Auslandin den meisten Verträgen
Vodafoneja, wie EU-Auslandin den meisten Verträgen
o2ja, bis 31. Dezember 2026formal Zone 2, bis dahin zu Zone-1-Konditionen
1&1jagünstigste Ländergruppe
congstarjagünstigste Ländergruppe
Aldi Talkjagünstigste Ländergruppe
Blaujagünstigste Ländergruppe
ältere und sehr günstige Prepaid-Tarifenicht immerGroßbritannien kann in einer teureren Zone liegen

Es ist eine Wahl, kein RechtGroßbritannien ist seit 2021 kein EU-Land mehr, die EU-Roaming-Verordnung gilt dort nicht. Dass die Anbieter trotzdem keinen Aufpreis verlangen, kann sich ändern; bei o2 steht nach dem 31. Dezember 2026 nichts fest. Ein Blick in die App des Anbieters vor der Abreise dauert zwei Minuten.

Wie gut das Netz ist

In Städten ausgezeichnet, auf dem Land teilweise schlecht, und das betrifft genau die Gegenden, in die viele Reisende fahren: Teile von Cornwall, das Innere des Lake District, die Yorkshire Dales und Northumberland haben stellenweise gar keinen Empfang.

Dazu kommt etwas, das viele überrascht: Die britischen 3G-Netze sind abgeschaltet. EE, Vodafone und Three haben das 2024 erledigt, o2 als letzter Ende 2025. Ein älteres Handy oder ein separates Navigationsgerät, das nur 3G kann, bekommt in Großbritannien keine mobilen Daten mehr, auch nicht mit Roaming; Telefonieren über 2G geht meist noch. Laden Sie Ihre Route deshalb offline herunter, bevor Sie in solche Regionen fahren; bei Google Maps geht das über den Offline-Bereich. Es erspart Ihnen die Situation, auf einer einspurigen Landstraße ohne Navigation zu stehen, siehe Linksverkehr und Mietwagen. WLAN ist dagegen weit verbreitet und meist kostenlos: in Pubs, Cafés, Hotels, den meisten Zügen und in allen größeren Museen.

Eine leere Landschaft im Lake District oder im Dartmoor, ohne Bebauung und ohne Mast.
In den Hügeln des Nordens und des Südwestens fällt der Empfang weg.Foto: Diliff, CC BY-SA 3.0

Powerbank und Batterien

Eine Powerbank darf mit, aber ins Handgepäck. Die britische Luftfahrtbehörde erlaubt zwei je Person und verbietet das Laden an Bord. Bis 100 Wh geht ohne Genehmigung, zwischen 100 und 160 Wh brauchen Sie die Zustimmung der Fluggesellschaft, darüber darf sie nicht mit. Lose Batterien verpacken Sie einzeln, damit die Pole sich nicht berühren. Fluggesellschaften dürfen strengere Regeln setzen, sehen Sie also vor dem Packen bei Ihrem Flug nach.

Für die weitere Vorbereitung: Bezahlen geht in England fast überall kontaktlos, was das für Bargeld heißt, steht unter Bezahlen in England, und jeder, der ins Land will, braucht vorher eine ETA.

Eine Powerbank in einer offenen Handgepäcktasche an einem Flughafen.
Eine Powerbank gehört ins Handgepäck, nicht in den Koffer.

Powerbanks im Flugzeug

Nach der britischen Luftfahrtbehörde CAA. Fluggesellschaften dürfen strengere Regeln haben.

RegelSo ist es
Woim Handgepäck, nie im aufgegebenen Koffer
Wie vielehöchstens zwei je Person
Laden an Bordnicht erlaubt
Kapazitätbis 100 Wh ohne Genehmigung, 100 bis 160 Wh nur mit Genehmigung der Gesellschaft
Lose Batterieneinzeln verpacken, damit kein Kurzschluss entsteht

Häufige Fragen zu Steckdose und Handy in England

Welchen Adapter brauche ich für England?
Einen für Steckdosentyp G: drei rechteckige Pins in Dreiecksanordnung, mit Sicherung im Stecker. Kaufen Sie ihn vor der Reise für wenige Euro; vor Ort kosten Reisestecker meist £4 bis £10.
Brauche ich in England einen Spannungswandler?
Nein. Großbritannien hat wie Deutschland 230 Volt bei 50 Hertz. Alle deutschen Geräte funktionieren ohne Wandler, Sie brauchen nur den mechanischen Adapter für die andere Steckerform. Ein Gerät aus den USA mit anderer Spannung braucht dagegen einen Wandler.
Warum tut die Steckdose nichts?
Fast jede britische Steckdose hat einen Kippschalter daneben oder darauf. Steht er auf Off, fließt kein Strom, auch wenn der Stecker richtig sitzt. Das ist der häufigste Grund, warum Reisende glauben, ihr Adapter sei kaputt. Auch die Sicherung im Stecker kann durch sein.
Kostet mich das Handy in England extra?
Meistens nicht. Telekom, Vodafone und o2 rechnen Großbritannien in vielen Verträgen wie EU-Ausland ab, und auch Aldi Talk, congstar, Blau und 1&1 führen es in der günstigsten Ländergruppe. Bei o2 gilt das bis zum 31. Dezember 2026. Ein Rechtsanspruch ist das nicht, prüfen Sie es im eigenen Tarif.
Lohnt sich eine eSIM?
Bei längeren Aufenthalten oder teurem Heimtarif ja. Eine eSIM für Großbritannien buchen Sie vorab online und aktivieren sie auf dem Smartphone, ohne die SIM zu wechseln. Für ein verlängertes Wochenende lohnt der Aufwand meist nicht.
Darf eine Powerbank ins Flugzeug?
Ja, ins Handgepäck. Die britische Luftfahrtbehörde erlaubt zwei je Person, bis 100 Wh ohne Genehmigung, und Laden an Bord ist verboten.
Nach oben

Aktualisiert am