England, Mitte
Peak District Sehenswürdigkeiten und Wanderungen
Unser Urteil
Der Peak District lohnt sich für zwei bis drei Nächte, wenn Sie wandern wollen. Er ist kleiner und weniger dramatisch als der Lake District, dafür deutlich einfacher zu erreichen.
Lohnt sich für
- Wanderer, die keine Bergerfahrung mitbringen, denn die Wege sind moderat
- Als Zwischenstopp zwischen Süden und Norden, direkt an der M1
- Reisende ab Manchester oder Sheffield, beide liegen rund 1 Std. entfernt
Eher nicht, wenn
- Sie hohe Berge und große Seen erwarten, dafür ist der Lake District da
- Sie an einem Sommerwochenende kommen, dann ist der Park von zwei Großstädten voll
- Sie ohne Auto reisen, denn die Wanderausgangspunkte liegen abseits
Die ehrliche AlternativeWer mehr Weite und höhere Berge sucht und die längere Anfahrt nicht scheut, fährt in den Lake District oder in die Yorkshire Dales. Beide sind größer und ruhiger.




Was ist der Peak District?
Englands erster Nationalpark, ausgewiesen 1951, und bis heute einer der meistbesuchten Europas. Das liegt an der Lage: der Park liegt zwischen Manchester im Westen und Sheffield im Osten, beide rund 1 Std. entfernt, und im Umkreis von 100 km leben Millionen Menschen.
Trotz des Namens gibt es hier keine Gipfel im alpinen Sinn. Der höchste Punkt, Kinder Scout, liegt bei 636 m und ist ein Hochmoorplateau. Was die Landschaft ausmacht, sind Felskanten, Täler und die Steinmauern, die sich über die Hänge ziehen.
Dark Peak oder White Peak?
Der Park zerfällt in zwei Hälften mit völlig unterschiedlichem Charakter, und die Unterscheidung hilft bei der Planung mehr als jede Sehenswürdigkeitenliste.
| Dark Peak, Norden | White Peak, Süden | |
|---|---|---|
| Gestein | dunkler Sandstein | heller Kalkstein |
| Landschaft | Moor, Felskanten, offen | Täler, Flüsse, Wiesen |
| Wandern | anspruchsvoller, exponiert | einfacher, geschützt |
| Orte | Castleton, Edale, Hathersage | Bakewell, Ashbourne, Tideswell |
| Passt zu | Aussicht und Weite | Spaziergänge, Familien |
Wer nur zwei Nächte hat und wandern will, nimmt den Dark Peak. Wer es gemütlicher mag oder mit kleinen Kindern reist, ist im White Peak besser aufgehoben.
Welche Wanderungen lohnen sich?
Der Peak District ist eine gute Einsteigerregion: die Wege sind meist markiert, die Höhenunterschiede moderat, und Sie sind selten weit von einer Straße entfernt.
- Mam Tor und die Great Ridge, rund 2 bis 3 Std. ab Castleton. Gratwanderung mit Blick in das Hope Valley und das Edale Valley. Der beliebteste Weg im Park, entsprechend voll an Wochenenden.
- Stanage Edge, rund 2 Std. ab Hathersage. Flach entlang einer Felskante, mit durchgehender Aussicht. Auch bei mäßiger Kondition machbar.
- Kinder Scout ab Edale, rund 5 Std. Der anspruchsvollste Weg, führt auf ein Hochmoorplateau. Bei Nebel schwierig zu navigieren, denn oben gibt es kaum Orientierungspunkte.
- Dovedale, rund 1 bis 2 Std. Flach am Fluss entlang, mit den Trittsteinen als Höhepunkt. Der familienfreundlichste Weg des Parks.
Gut zu wissen Der Peak District liegt eingeklemmt zwischen Manchester und Sheffield, und im Umkreis einer Autostunde wohnen Millionen. Auf 1440 km² trifft der Ausflugsverkehr zweier Ballungsräume zusammen, und das merken Sie am Wochenende sofort. An Samstagen und Sonntagen sind die Parkplätze bei Mam Tor, Dovedale und Stanage ab dem späten Vormittag voll. Kommen Sie unter der Woche, oder seien Sie vor 9 Uhr da.
Wie lange bleiben Sie?
Zwei bis drei Nächte reichen. Der Park misst rund 1400 km², aber die Wege sind kurz: von Castleton nach Bakewell fahren Sie etwa 40 Min., quer durch den Park selten mehr als 1 Std.
Als Basis funktionieren Castleton oder Hathersage im Norden, Bakewell im Süden. Wer den Park nur als Etappe einbaut, etwa auf dem Weg von den Midlands nach York, plant eine Nacht ein und nimmt eine Wanderung mit.
Kommen Sie ohne Auto zurecht?
Besser als in den meisten englischen Nationalparks, aber nicht gut. Die Bahnlinie von Manchester nach Sheffield durchquert den Park und hält unter anderem in Edale, Hope und Hathersage. Das erschließt genau die Ausgangspunkte für die bekanntesten Wanderungen im Dark Peak.
Der White Peak ist ohne Auto dagegen mühsam: Bakewell und Ashbourne haben keinen Bahnanschluss mehr, und die Busse fahren selten. Wenn Sie ohne Auto kommen, konzentrieren Sie sich auf die Bahnlinie und wandern von Bahnhof zu Bahnhof, was hier tatsächlich gut funktioniert.
Für die Fahrt selbst gelten dieselben schmalen Straßen wie anderswo, siehe Linksverkehr und Mietwagen. Zur Reisezeit lesen Sie die beste Reisezeit für England.
Die Sehenswürdigkeiten, einzeln bewertet
Unbedingt ansehenMam Tor und die Great Ridge
Gratwanderung mit Blick in zwei Täler, rund 2 bis 3 Std. ab Castleton. Der Weg ist befestigt und auch ohne Bergerfahrung machbar. Der Parkplatz oben ist an Wochenenden ab dem Vormittag voll.
Unbedingt ansehenStanage Edge
Kilometerlange Felskante über dem Hope Valley, Kletterrevier und Aussichtspunkt zugleich. Der Weg entlang der Kante ist flach und die Aussicht durchgehend. Bei Wind ungemütlich, bei klarem Wetter der beste Ort im Park.
Wenn Zeit bleibtChatsworth House
Herrenhaus mit Kunstsammlung und großem Landschaftspark, eines der bekanntesten Englands. Haus und Garten kosten zusammen £35 pro Erwachsenem, Bauernhof und Spielplatz sind darin enthalten. Den Garten allein gibt es für £20; das Haus allein wird nicht verkauft. Ab Oktober sinken beide Preise auf £28 und £16. Für das Haus wählen Sie beim Buchen eine Einlasszeit. Wenn Sie nur ein Herrenhaus dieser Reise besuchen, ist dies ein guter Kandidat.
Wenn Zeit bleibtDovedale und die Trittsteine
Kalksteintal mit einem Fluss, über den Trittsteine führen, im Süden des Parks. Sehr fotogen und entsprechend besucht. An Wochenenden stehen Sie an den Steinen an, unter der Woche ist es angenehm.
Wenn Zeit bleibtCastleton und die Höhlen
Ort mit vier Schauhöhlen, darunter Speedwell Cavern mit Bootsfahrt unter Tage. Bei Regen die beste Option der Region. Bei gutem Wetter wäre Ihre Zeit auf der Great Ridge darüber besser aufgehoben.
Können Sie auslassenBakewell
Marktstädtchen, bekannt für das Bakewell Pudding genannte Gebäck. Angenehm für eine Pause, aber als eigenes Ziel dünn. Der Montagsmarkt ist der einzige Tag, an dem der Ort wirklich etwas bietet.
Was kaum jemand erwähnt
Die bekannten Orte stehen oben. Diese hier finden Sie in den meisten Reiseführern zuPeak District nicht, obwohl sie den Umweg wert sind.
Lathkill Dale
Ein Kalksteintal südlich von Bakewell, mit einem Fluss, der in trockenen Sommern streckenweise unter der Erde verschwindet und weiter unten wieder auftaucht. Flacher Weg am Wasser entlang, rund 2 Std. hin und zurück.
Warum kaum bekanntDovedale liegt eine Talsohle weiter und hat die Trittsteine, die auf jedes Foto passen. Lathkill hat keine, deshalb bleibt es leer.
Longnor
Ein Dorf im Upper Dove Valley mit gepflastertem Marktplatz, Steinhäusern und ein paar Cafés. Zwischen Chrome Hill und Parkhouse Hill gelegen, zwei ungewöhnlich spitzen Kalkkuppen.
Warum kaum bekanntBakewell zieht alle an, die ein Marktstädtchen suchen. Longnor liegt eine halbe Autostunde weiter westlich und hat kein Gebäck, für das es berühmt ist.
Three Shires Head
Der Punkt, an dem Derbyshire, Cheshire und Staffordshire zusammenstoßen, mit einer alten Packbrücke über einen Wasserfall und einem Becken darunter. Nur zu Fuß erreichbar, rund 45 Min. ab dem nächsten Parkplatz.
Warum kaum bekanntEs führt keine Straße hin, und auf der Karte sieht es nach nichts aus. Wer den Weg geht, hat eine der schönsten Stellen des Parks meist für sich.
Alle Unterkünfte in Peak District
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