England, Norden
Lake District Sehenswürdigkeiten und Wandertipps
Unser Urteil
Der Lake District lohnt sich für vier bis fünf Nächte, wenn Sie wandern wollen und Regen einkalkulieren. Wer nur mit dem Auto von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt fährt, verpasst den eigentlichen Grund für die Reise.
Lohnt sich für
- Wanderer, von flachen Seeumrundungen bis zum Scafell Pike
- Reisende, die Landschaft über Sehenswürdigkeiten stellen
- Fotografen, denn das Licht wechselt hier im Minutentakt
Eher nicht, wenn
- Sie nicht wandern wollen, denn die Orte selbst sind schnell gesehen
- Sie schlechtes Wetter schlecht vertragen, hier regnet es öfter als sonst in England
- Sie im August ohne Reservierung kommen, dann sind Windermere und Ambleside voll
Die ehrliche AlternativeWer Berge ohne den Andrang sucht, fährt in die Yorkshire Dales oder nach Northumberland. Beide liegen in der Nähe, sind deutlich ruhiger und für Wanderungen fast ebenso gut geeignet.




Wie lange brauchen Sie?
Vier bis fünf Nächte. Der Nationalpark ist mit rund 2300 km² nicht riesig, aber die Straßen sind schmal und kurvig, und Sie werden für 30 km Luftlinie leicht 1 Std. fahren. Dazu kommt, dass die eigentlichen Ziele Wanderungen sind, und die brauchen halbe bis ganze Tage.
Mit zwei Nächten sehen Sie einen See und laufen eine kurze Runde. Das ist möglich, aber es lohnt den Weg nach Nordengland kaum. Mit fünf Nächten schaffen Sie zwei bis drei ordentliche Wanderungen, mehrere Seen und einen Regentag ohne Frust.
Welcher Teil passt zu Ihnen?
Der Park zerfällt in Bereiche mit sehr unterschiedlichem Charakter, und die Wahl Ihrer Basis entscheidet, wie Ihr Urlaub aussieht.
| Bereich | Basis | Charakter |
|---|---|---|
| Süden | Windermere, Bowness, Ambleside | am belebtesten, meiste Infrastruktur |
| Norden | Keswick | gute Mischung, Derwentwater vor der Tür |
| Westen | Buttermere, Wasdale | am ruhigsten, wildeste Landschaft |
| Osten | Ullswater, Glenridding | Seelandschaft, weniger Andrang |
Keswick ist für die meisten der beste Kompromiss: ein echter Ort mit Läden und Pubs, direkt am See, und gute Ausgangslage für Wanderungen in alle Richtungen. Windermere ist am einfachsten mit der Bahn zu erreichen, aber auch am touristischsten.
Warum Sie hier frei über die Höhen laufen dürfen und auf Farmland nur auf dem Pfad, steht unter Wandern in England.
Wanderungen von flach bis anspruchsvoll
Der Lake District ist eine Wanderregion, und alles andere ist Beiwerk. Drei Stufen, je nach dem, was Sie sich zutrauen:
- Flach am Wasser. Der Rundweg um Buttermere, rund 2 Std., oder Teile des Derwentwater-Ufers. Gut befestigt, auch bei mäßigem Wetter machbar.
- Ein niedriger Gipfel. Catbells über Derwentwater, rund 2 Std. hin und zurück, mit richtiger Aussicht bei überschaubarem Aufwand. Der beliebteste Einstieg in die Berge hier.
- Ein hoher Gipfel. Helvellyn oder Scafell Pike, 5 bis 7 Std., mit Karte, Kompass und Wetterbericht. Helvellyn über Striding Edge ist ein ausgesetzter Grat und nichts für Ungeübte.
Wichtig: die Berge sind mit unter 1000 m nicht hoch, aber das Wetter schlägt schnell um und der Nebel kommt ohne Vorwarnung. Verlassen Sie sich nicht auf das Handy, der Empfang fällt in den Tälern regelmäßig aus.
Gut zu wissen Der Lake District ist die niederschlagsreichste Region Englands. Seathwaite gilt als nassester bewohnter Ort des Landes. Planen Sie mindestens einen Regentag ein und packen Sie wasserdichte Jacke, Hose und Schuhe. Wer nur auf Sonne hofft, verbringt den Urlaub im Auto.
Was das Parken kostet
Parken ist hier der Posten, den die meisten unterschätzen. Die großen Plätze in Windermere, Bowness und Keswick nehmen rund £10 für den Tag, Lake Road in Windermere £10,60 und Braithwaite Fold £9,40. Zwei Stunden kosten dort £4,40, und wer vor neun Uhr steht, zahlt an Lake Road £1,40.
Die Plätze gehören verschiedenen Betreibern, und die Tarife unterscheiden sich entsprechend. Lesen Sie das Schild, bevor Sie die App öffnen: White Moss bei Ambleside verlangt für 24 Std. £53,90, weil dort das Übernachten im Fahrzeug verhindert werden soll. Wer den Wagen über Nacht stehen lässt, sollte das ausschließlich an der eigenen Unterkunft tun.
Wann sollten Sie fahren?
Mai, Juni und September. Der Frühsommer bringt lange Tage und die Chance auf stabile Phasen, der September ist ruhiger und die Farben werden besser.
Vermeiden Sie wenn möglich die britischen Sommerferien von Mitte Juli bis Anfang September. Der Lake District ist einer der meistbesuchten Nationalparks Europas, und in diesen Wochen sind die Parkplätze an den Wanderwegen ab dem Vormittag voll, die Straßen um Ambleside verstopft und die Unterkünfte teuer.
Im Winter ist die Landschaft eindrucksvoll, aber viele kleinere Betriebe schließen, es wird um 16 Uhr dunkel, und die Höhenwege können vereist sein.
Kommen Sie ohne Auto zurecht?
Eingeschränkt. Der Bahnhof Windermere ist per Umstieg in Oxenholme an die Hauptstrecke London nach Glasgow angebunden, und im Sommer verkehren Busse zwischen den Hauptorten. Für Keswick, Grasmere und Ambleside funktioniert das.
Was Sie ohne Auto nicht erreichen: die stillen Täler im Westen, Wasdale, Buttermere außerhalb der Saison, und die Ausgangspunkte vieler Wanderungen. Wenn Sie die Region wirklich sehen wollen, nehmen Sie das Auto und lesen Sie vorher die Regeln für schmale Landstraßen.
Eine Route, die den Lake District mit Yorkshire verbindet, finden Sie unter Yorkshire und Lake District. Wer die Anfahrt plant, findet die Optionen unter Anreise im Vergleich.
Die Sehenswürdigkeiten, einzeln bewertet
Wenn Zeit bleibtScafell Pike
Mit 978 m der höchste Berg Englands. Der Aufstieg dauert je nach Route 5 bis 7 Std. und verlangt festes Schuhwerk und Wetterfestigkeit. Bei Nebel ist die Orientierung am Gipfelplateau schwierig, planen Sie das nicht spontan.
Unbedingt ansehenDerwentwater bei Keswick
Der zugänglichste der großen Seen, mit einem Rundweg und einem Ausflugsboot, das mehrere Anleger bedient. Sie können eine Strecke laufen und mit dem Boot zurück, was auch mit Kindern gut funktioniert. Rechnen Sie beim Parken in Windermere mit £4,40 für 2 Std. und £10,60 für den ganzen Tag.
Unbedingt ansehenCatbells
Der beste Kompromiss aus Aufwand und Aussicht: rund 2 Std. für Auf- und Abstieg, mit Blick über Derwentwater. Deutlich weniger anstrengend als die hohen Gipfel, aber nicht flach. An klaren Tagen entsprechend belebt.
Wenn Zeit bleibtGrasmere und Dove Cottage
Das Dorf, in dem William Wordsworth lebte, mit seinem Wohnhaus als Museum. Interessant, wenn Sie sich für englische Romantik interessieren, sonst vor allem ein hübscher Ort mit einem bekannten Lebkuchenladen.
Können Sie auslassenWindermere und Bowness
Der größte See und der touristischste Ort der Region, mit Bootsverleih, Souvenirläden und Verkehr. Als Anreisepunkt praktisch, als Aufenthaltsort weniger. Ullswater oder Buttermere geben Ihnen dasselbe in ruhiger.
Unbedingt ansehenHonister Pass und Buttermere
Eine der eindrucksvollsten Passstraßen Englands, schmal und steil, mit einem stillen See am Ende. Der Rundweg um Buttermere dauert rund 2 Std. und ist flach. Die Passfahrt ist nichts für nervöse Fahrer.
Was kaum jemand erwähnt
Die bekannten Orte stehen oben. Diese hier finden Sie in den meisten Reiseführern zuLake District nicht, obwohl sie den Umweg wert sind.
Wasdale
Das westlichste Tal des Nationalparks, mit dem tiefsten See Englands und der Wand aus Geröll dahinter. Am Ende des Tals stehen ein Pub, eine Kirche und sonst fast nichts. Von Keswick rund 1 Std. 30 Min. Fahrt außen herum.
Warum kaum bekanntEs gibt keine Durchgangsstraße, man fährt hinein und dieselbe Strecke wieder hinaus. Genau deshalb kommen die Bustouren nicht, obwohl die Landschaft die dramatischste der Region ist.
Loweswater
Einer der kleinsten und stillsten Seen, im Nordwesten hinter Crummock Water. Ein flacher Rundweg von rund 1 Std. 30 Min. führt einmal herum, teils durch Wald am Ufer.
Warum kaum bekanntEr liegt hinter zwei bekannteren Seen, und wer bis Buttermere gefahren ist, dreht dort meist um.
Duddon Valley
Ein Tal westlich von Coniston, mit Steinbrücken, altem Wald und einem Fluss, über den Wordsworth eine ganze Sonettfolge schrieb. Kaum Häuser, kaum Parkplätze.
Warum kaum bekanntEs hat keinen See, und in einer Region, die nach Seen benannt ist, sucht dort niemand. Zum Wandern ist es deshalb einer der leersten Winkel des Parks.
Touren und Tickets vor Ort
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Übernachten
Drei Häuser in Lake District, mit Begründung
Ausgewählt danach, wo Sie das Auto lassen können und wie weit Sie zu Fuß haben, nicht nach Sternen. Preise stehen bewusst nicht dabei: sie schwanken pro Woche, und ein drei Monate alter Betrag wäre schlechter als keiner. Die Links führen zum Haus selbst.
Georgianisches Gästehaus, 10 Zimmer · Ambleside Road, Keswick
Acorn House
Vier Minuten zu Fuß ins Zentrum von Keswick und kurz vor dem Derwentwater. Das Frühstück trägt seit Jahren die Auszeichnung von Visit England, was in einer Gegend, in der Sie um acht Uhr zum Berg wollen, keine Nebensache ist.
ParkenEiner der größten privaten Parkplätze im Ort, kostenlos und ohne Zeitbegrenzung. In Keswick ist das viel wert: die öffentlichen Parkplätze im Ort kosten rund £10 pro Tag, und an Wandertagen sind sie um neun Uhr voll.
Gästehaus, 7 Zimmer · The Heads, Keswick
Appletrees
Die beste Lage der drei: 5 Min. zum Zentrum, zum Busbahnhof, zum Theatre by the Lake und zum Derwentwater. Hunde und Kinder sind ausdrücklich willkommen.
ParkenStellplätze am Haus und an der Straße davor.
Gästehaus, 5 Zimmer · Keswick
Allerdale House
Fünf Zimmer, alle mit eigenem Bad, drei davon mit Badewanne. Nach einem Tag auf Catbells oder am Honister Pass ist das ein sinnvolleres Kriterium als es klingt.
ParkenKostenlose eigene Stellplätze abseits der Straße.
Eher nichtErwachsenenhaus, für Familien also nicht geeignet.
Alle Unterkünfte in Lake District
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