Ein Cottage in England mieten
Englische Ferienhäuser werden von Samstag zu Samstag vermietet. Daraus folgt die Woche in der Hochsaison und die volle Straße am Samstag.

- Samstag Wechseltag, in den Ferien fast immer
- £150 je Nacht für ein kleines Haus in den Cotswolds
- £0 Eintritt in National-Trust-Häuser, wenn Sie bei ihm wohnen
- £1.849 eine Woche Hausboot auf dem Kanal
Auf dieser Seite
Was muss man wissen?
Englische Ferienhäuser werden traditionell von Samstag zu Samstag vermietet, in den Schulferien fast ausnahmslos. Daraus folgt fast alles andere: die Mindestdauer von einer Woche in der Hochsaison, die vollen Straßen am Samstag und der Grund, warum kurzfristige Buchungen mitten in der Woche schwer zu finden sind. Zwei Anbieter fallen aus dem Rahmen: Beim National Trust ist der Eintritt zu allen seinen Häusern inbegriffen, beim Landmark Trust schlafen Sie im Baudenkmal. Und für ein Hausboot auf dem Kanal brauchen Sie weder Führerschein noch Erfahrung.
Geprüft am 4. September 2026 bei nationaltrust.org.uk, landmarktrust.org.uk, anglowelsh.co.uk
Ein Cottage zu mieten ist in England die naheliegendste Art zu übernachten, und sie funktioniert anders als eine Ferienwohnung in Italien oder Frankreich. Der wichtigste Unterschied steckt in einem Detail, das auf den Buchungsseiten kaum auffällt: dem Wechseltag.
Samstag ist Wechseltag
Englische Ferienhäuser haben traditionell feste An- und Abreisetage, meist Freitag oder Samstag. In den Schulferien ist es fast ausnahmslos Samstag: An diesem Tag reisen alle Gäste ab und die nächsten an. Daraus folgt mehr, als man zunächst denkt. Die Mindestdauer ist in der Hochsaison eine Woche, sieben Nächte, Samstag bis Samstag; kürzere Aufenthalte gibt es außerhalb der Ferien, dort inzwischen oft ab drei Nächten. Ihre Reise richtet sich nach dem Haus, nicht umgekehrt: Wer Mittwoch anreisen will, sucht lange. Und die Straßen sind samstags voll: Zwischen Mitte Juli und Ende August fährt halb Südengland gleichzeitig in dieselbe Richtung, weil alle denselben Wechseltag haben. Am Kreuz M4 und M5 bei Bristol sind dann 60 bis 90 Min. Verzögerung üblich, mehr unter Anreise nach Cornwall.
Was ein Cottage ist und was nicht
Ein Cottage ist eine Selbstversorgerunterkunft. Bettwäsche, Handtücher, Strom und Heizung sind fast immer inbegriffen, Verpflegung nie; ein Frühstück wie im Bed and Breakfast gibt es nicht. Der Name sagt wenig über die Größe: Als Cottage laufen das Fischerhaus mit zwei Zimmern ebenso wie das umgebaute Pfarrhaus für zehn Personen. Achten Sie auf die Personenzahl und darauf, wie die Schlafzimmer aufgeteilt sind.

Wo Sie suchen
Die kommerziellen Portale haben die größte Auswahl, der National Trust vermietet über 500 eigene Häuser, das erste seit den späten 1940er-Jahren im Lake District, und der Landmark Trust ist eine Stiftung, die bedrohte historische Gebäude rettet und restauriert. Die Tabelle stellt die drei nebeneinander.
Wo Sie suchen
Drei Wege, die sich stärker unterscheiden, als die Auswahl vermuten lässt.
| Anbieter | Was Sie bekommen | Beachten |
|---|---|---|
| Kommerzielle Portale | die größte Auswahl, in jeder Region, mit Filtern | Preis nach Lage und Woche, Wechseltag meist Samstag |
| National Trust | über 500 eigene Häuser, vom Bauernhaus bis zum Leuchtturm | freier Eintritt zu allen Anwesen des Trusts während des Aufenthalts |
| Landmark Trust | über 200 restaurierte Baudenkmäler, Burg bis Wasserturm | auch Wochenenden und mitten in der Woche; kein Fernsehen, oft kein WLAN, früh ausgebucht |
National Trust: der Eintritt ist inbegriffen
Das ist der Punkt, der die Rechnung verändert und den kaum ein deutscher Ratgeber nennt. Wer ein Ferienhaus des National Trust bucht, bekommt während des Aufenthalts freien Eintritt zu allen Anwesen des Trusts, Parkplätze ausgenommen. Und der National Trust besitzt einen großen Teil dessen, wofür man nach England fährt: Herrenhäuser, Gärten, Küstenabschnitte.
Rechnen Sie das gegen: Ein einzelner Herrenhausbesuch kostet schnell £15 bis £20 je Person, große Häuser deutlich mehr, siehe Burgen und Schlösser in England. Bei einer Woche zu zweit mit vier oder fünf Besichtigungen ist der Unterschied dreistellig. Auf einer Reise durch die Cotswolds oder den Lake District, wo die Anwesen dicht liegen, kann das die höhere Miete mehr als ausgleichen.

Landmark Trust: im Baudenkmal schlafen
Der Landmark Trust ist keine Ferienhausvermietung mit historischem Anstrich, sondern eine Denkmalstiftung, die ihre Gebäude durch Vermietung finanziert. Deshalb sind die Objekte ungewöhnlich: ein Turm, ein Fort, ein Torhaus, eine Kapelle. Die Häuser haben bewusst kein Fernsehen und oft kein WLAN, weil das zum Konzept gehört. Und sie sind früh ausgebucht, gerade die bekannten Objekte, oft ein Jahr im Voraus.
Hausboot auf dem Kanal
Die englische Alternative zum Haus ist das Narrowboat, das schmale Kanalboot. England hat ein Kanalnetz aus der Industriezeit, das heute fast ausschließlich der Freizeit dient, mit Schleusen, Aquädukten und Liegeplätzen mitten in der Landschaft. Der Punkt, an dem deutsche Reisende am häufigsten falsch liegen: Sie brauchen keinen Bootsführerschein und keine Vorerfahrung. Bei der Übergabe bekommen Sie eine Einweisung, danach fahren Sie los, im Schritttempo, und die Schleusen bedienen Sie selbst. Für wen sich das lohnt: für alle, die Landschaft im Schritttempo mögen und keinen Ehrgeiz haben, viel zu sehen. In einer Woche kommen Sie nicht weit, und genau das ist der Sinn.
Hausboot auf dem Kanal 2026
Nach den Anbietern, September 2026. Führerschein und Vorerfahrung brauchen Sie nicht, bei der Übergabe bekommen Sie eine Einweisung.
| Posten | Preis |
|---|---|
| Eine Woche | rund £1.849 bis £1.999 |
| Verlängertes Wochenende | ab rund £899 |
| Treibstoff, bei der Rückgabe | rund £10 bis £15 je Tag |
| Inbegriffen | Gas, Parkplatz, Einweisung, Bettwäsche, Handtücher, ein Haustier |
Was ein Cottage kostet
Die Spanne ist groß, und sie hängt weniger vom Haus ab als von der Woche. In den Cotswolds beginnen kleinere Häuser bei rund £150 je Nacht, gefragte Objekte liegen bei £300 und darüber, größere Häuser für sechs Personen in der Hochsaison deutlich höher. In Cornwall starten Häuser im gehobenen Segment in der Hochsaison bei rund £2.000 je Woche.
Am meisten sparen Sie über die Jahreszeit, nicht über die Auswahl des Hauses. Juli und August sind das obere Ende, und dort ist die Woche Pflicht. Mai, Juni und September kosten spürbar weniger, bei besserem Wetter als ihr Ruf, siehe beste Reisezeit. Winter und besonders der Januar sind am günstigsten; dann sind allerdings viele Herrenhäuser und Gärten geschlossen.
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Cottage, Bed and Breakfast oder Hotel
Die Tabelle zeigt, wofür welche Unterkunft taugt. Für die Sommerferien buchen Sie früh, und früher als in Deutschland üblich: Gefragte Häuser in Cornwall und den Cotswolds sind für Juli und August oft schon im Herbst davor weg, die bekannten Objekte des Landmark Trust teils ein Jahr im Voraus. Außerhalb der Ferien ist es entspannt, und dann lohnt sich die Frage nach einem Kurzaufenthalt mitten in der Woche: Häuser, die samstags nicht vermietet sind, nehmen unter der Woche oft drei Nächte.
Cottage, Bed and Breakfast oder Hotel
Für eine Rundreise mit Ortswechseln alle zwei Nächte ist das Cottage die falsche Wahl: Sie zahlen die Woche und nutzen zwei Nächte. Eine Woche im selben Haus mit Tagesausflügen ist dagegen die entspannteste Art, England zu sehen, und meist auch die günstigste.
| Unterkunft | Passt zu | Haken |
|---|---|---|
| Cottage | Familien, eine Woche an einem Ort, Selbstversorger | fester Wechseltag, in der Saison Wochenpflicht |
| Bed and Breakfast | zwei bis drei Nächte, Frühstück inbegriffen | wenig Platz, Parkplatz oft nicht dabei |
| Hotel | Städte und kurzfristige Buchungen | teurer, in kleinen Orten kaum vorhanden |
Was Sie vor der Buchung prüfen
Vier Dinge, die auf Buchungsseiten oft fehlen und vor Ort entscheiden. Gehört ein Parkplatz zum Haus? In den Dörfern der Cotswolds und in Orten wie St Ives ist ein eigener Stellplatz die Ausnahme, nicht die Regel; ohne Parkplatz suchen Sie jeden Abend. Wie weit ist der nächste Laden? Als Selbstversorger fahren Sie einkaufen, und ein Haus in Alleinlage bedeutet jeden zweiten Tag eine Fahrt. Kaution und Endreinigung sind üblich und stehen nicht immer im Preis. Und sind Hunde erlaubt und wie viele? Viele Häuser nehmen Tiere gegen Aufschlag, oft begrenzt auf ein oder zwei; was sonst gilt, steht unter Mit dem Hund nach England.
Auf unseren Zielseiten steht bei den Hotels, wo sie liegen und wie es mit dem Parken aussieht, weil das der Punkt ist, den man auf einem Portal nicht sieht; ein Beispiel finden Sie unter Bath. Wer lieber mit dem Wohnmobil kommt, findet die Regeln unter Camping und Wohnmobil.
Häufige Fragen zum Cottage in England
- Warum sind englische Cottages nur wochenweise buchbar?
- Weil sie traditionell feste Wechseltage haben, meist Freitag oder Samstag, in den Schulferien fast immer Samstag. An diesem Tag reisen alle Gäste ab und die nächsten an. Außerhalb der Ferien bieten viele Häuser inzwischen auch Kurzaufenthalte ab drei Nächten an.
- Was ist bei einem Cottage inbegriffen?
- In der Regel Bettwäsche, Handtücher, Strom und Heizung. Was fast nie inbegriffen ist: Verpflegung, denn Cottages sind Selbstversorgerunterkünfte. Prüfen Sie vor der Buchung, ob eine Kaution fällig wird und ob ein Parkplatz zum Haus gehört.
- Lohnt sich ein Ferienhaus des National Trust?
- Wenn Sie ohnehin Herrenhäuser und Gärten besuchen wollen, ja. Zu jeder Buchung gehört freier Eintritt zu allen National-Trust-Anwesen während Ihres Aufenthalts, Parkplätze ausgenommen. Bei einer Woche in den Cotswolds oder in Cornwall trägt das einen erheblichen Teil der Miete.
- Was ist der Landmark Trust?
- Eine Stiftung, die bedrohte historische Gebäude rettet, restauriert und als Ferienhäuser vermietet. Über 200 Objekte, von der Burg über den Wasserturm bis zur Torheit im Park, für eine bis sechzehn Personen. Buchbar auch für Wochenenden oder mitten in der Woche.
- Was kostet ein Cottage in England?
- In den Cotswolds beginnen kleinere Häuser bei rund £150 je Nacht, gefragte Objekte liegen bei £300 und darüber. In Cornwall starten Häuser im gehobenen Segment in der Hochsaison bei rund £2.000 je Woche. Mai, Juni und September kosten deutlich weniger, der Januar am wenigsten.
- Braucht man für ein Hausboot in England einen Bootsführerschein?
- Nein. Für die Kanäle brauchen Sie weder einen Führerschein noch Vorerfahrung; bei der Übergabe bekommen Sie eine Einweisung. Das ist der Punkt, an dem deutsche Reisende am häufigsten falsch liegen, weil sie es von zu Hause anders kennen.