Burgen und Schlösser in England
Hinter dem deutschen Wort Schloss stecken in England vier verschiedene Besuche, und sie kosten zwischen £7 und £41. Die Wahl entscheidet über den Tag.

- £7 bis £16 eine Burgruine
- £22 Alnwick, bewohnt, Ticket gilt ein Jahr
- £41 Blenheim Palace, Haus und Park
- £56 English Heritage Pass für neun Tage
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Welche Art von Ort wollen Sie?
Das ist die nützlichere Frage als die nach den zehn schönsten. In England verbergen sich hinter dem deutschen Wort Schloss vier verschiedene Dinge: die mittelalterliche Ruine, die bewohnte Burg, das möblierte Herrenhaus und der königliche Palast. Sie kosten Unterschiedliches, sie enttäuschen aus unterschiedlichen Gründen, und beides heißt auf Englisch castle. Wer mehr als zwei besuchen will, rechnet außerdem: Der Pass von English Heritage für Auslandsbesucher kostet £56 für neun Tage und ist nach zwei bis drei Eintritten heraus; bei Alnwick und Blenheim ist das Ticket ohnehin eine Jahreskarte.
Geprüft am 4. September 2026 bei english-heritage.org.uk, nationaltrust.org.uk, en.wikipedia.org, alnwickcastle.com, bamburghcastle.com, chatsworth.org, blenheimpalace.com, haddonhall.co.uk
England hat mehr besichtigbare Burgen und Schlösser, als eine Reise fassen kann, und deutsche Listen zählen meist dieselben zehn auf. Nützlicher ist eine andere Frage: welche Art von Ort Sie eigentlich wollen. Hinter dem deutschen Wort Schloss stecken hier vier verschiedene Besuche, und beides heißt auf Englisch castle.
Vier verschiedene Arten von Besuch
Die Ruine ohne Dach, die bewohnte Burg mit eingerichteten Räumen, das Herrenhaus mit Sammlung und Landschaftspark, der königliche Palast mit Staatsräumen und Andrang. Die Tabelle zeigt, was Sie jeweils sehen und zahlen, und woran Sie es vorher erkennen: an dem, wer das Haus besitzt.

Vier Arten von Besuch
Die häufigste Enttäuschung entsteht, wenn jemand mit dem Bild eines möblierten Schlosses zu einer Ruine fährt.
| Art | Was Sie sehen | Preis |
|---|---|---|
| Burgruine | Mauern, Wall, Aussicht, kein Dach | £7 bis £16 |
| Bewohnte Burg | eingerichtete Räume, Park, Familie im Haus | rund £22 |
| Herrenhaus | Möbel, Sammlung, Garten, Landschaftspark | £20 bis £41 |
| Königlicher Palast | Staatsräume, Zeremoniell, viel Andrang | ab rund £30 |
Wer die Häuser besitzt, erklärt fast allesEnglish Heritage betreut überwiegend die Ruinen und die archäologischen Orte: Burgen ohne Dach, Klosterreste, Stonehenge, Hadrianswall; die Eintritte sind niedriger, die Orte draußen, und bei Regen haben Sie wenig davon. Der National Trust hält die möblierten Landsitze mit ihren Gärten; hier gehen Sie durch Räume, es gibt fast immer ein Teehaus, und ein Regentag ist kein Problem. Der Rest ist privat und oft bewohnt: Alnwick gehört den Percys, Chatsworth den Devonshires, Blenheim den Marlboroughs. Diese Häuser sind die teuersten, dafür keine Museen.
Warum so viele davon Ruinen sind
Das ist die Frage, die sich in England unweigerlich stellt: Warum stehen hier so viele Burgen ohne Dach herum, während auf dem Kontinent Schlösser bewohnt weiterlebten? Der Grund ist der Englische Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert. Nach dem Sieg des Parlaments wurden Anlagen, die königstreue Besatzungen gehalten hatten, planmäßig unbrauchbar gemacht: Mauern gesprengt, Türme aufgebrochen. Das nennt sich Slighting, und das Parlament ordnete es für über hundert Gebäude an. Der Grund war nüchtern: Eine besetzte Burg bindet eine Garnison, eine leere kann der Gegner wieder befestigen, also machte man sie unbrauchbar.
Was Sie heute als malerische Ruine fotografieren, ist also meist kein Verfall, sondern eine Entscheidung. Die großen Herrenhäuser sind keine Gegenbeispiele, sondern eine spätere Schicht: Chatsworth wurde ab 1687 neu gebaut, Blenheim entstand erst nach 1705. Sie stehen nicht trotz des Krieges, sondern nach ihm.

Herrenhaus oder Garten
Bei den großen Häusern haben Sie fast immer zwei Tickets zur Wahl, und die Differenz ist erheblich: Chatsworth kostet bis zum 1. November mit Haus £25,45 und ohne £14,55, Blenheim £41 gegen £31. Die Frage ist also nicht nur, ob Sie hineinwollen, sondern wann. Bei Regen ist das Haus das Ticket wert, bei gutem Wetter geben viele Besucher das Geld lieber für den Park aus, der bei diesen Anlagen kein Beiwerk ist: Chatsworth und Blenheim haben beide Landschaftsparks von Capability Brown, dem Mann, der die englische Gartenlandschaft erfunden hat. Mit Kindern lohnt der Blick auf das kleine Gedruckte: Bei Chatsworth sind Bauernhof und Spielplatz in beiden Tickets enthalten.

Was die bekannten Orte kosten
Bei Alnwick und Blenheim ist das Ticket eine Jahreskarte. Wer im selben Jahr wiederkommt, zahlt nichts mehr, und für Familien in Reichweite ist das ein anderes Angebot als ein Tagesticket. Kathedralen folgen anderen Regeln: Dort ist der Eintritt oft frei oder gilt ein Jahr, siehe Kathedralen in England.

© OpenStreetMap-Mitwirkende
Was die bekannten Orte kosten
Aus unseren eigenen Zielseiten, alle bei den Häusern selbst geprüft, September und Oktober 2026. Die rechte Spalte ist der Punkt, den die Listen weglassen.
| Ort | Preis | Besonderheit |
|---|---|---|
| Alnwick Castle | £22 online | Ticket gilt danach ein Jahr |
| Bamburgh Castle | £19,95 | bewohnt, über dem Strand |
| Blenheim Palace | £41 | gilt zwölf Monate, nur Park £31 für einen Tag |
| Chatsworth House | £25,45 | bis 1. November, ohne Spende; nur Garten £14,55, ab 7. November Weihnachtsticket £36,36 |
| Haddon Hall | £29,50 | Kinder bis 15 Jahre frei |
| Tintagel Castle | ab £15,38 | Fußgängerbrücke zum Inselteil |
| Sudeley Castle | siehe Cotswolds | einzige Privatburg mit Königsgrab |
| Dunstanburgh Castle | £7,65 | Ruine, nur zu Fuß ab Craster |
| Stonehenge | £27,20 | im Vorverkauf, an der Kasse £32 |
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Ab wann sich ein Pass rechnet
Hier liegt der Betrag, um den es wirklich geht, und er steht in keiner deutschen Liste. Der English Heritage Overseas Visitor Pass gilt für über hundert Orte, der National Trust Touring Pass ist das Gegenstück für die Herrenhäuser und wird ausdrücklich nur an Menschen ohne Wohnsitz in Großbritannien verkauft. Die Tabelle zeigt die Preise, die Rechnung steht darunter. Und wer ohnehin ein Ferienhaus des National Trust bucht, bekommt den Eintritt dazu, siehe Cottage mieten.
Ab wann sich ein Pass rechnet
Nach English Heritage und National Trust, September 2026. Beide Pässe gibt es nur für Besucher ohne Wohnsitz in Großbritannien.
| Pass | Gilt für | Preis |
|---|---|---|
| English Heritage Overseas Visitor Pass, 9 Tage | über 100 Orte, Ruinen, Stonehenge, Hadrianswall | £56, Familie £112 |
| English Heritage Overseas Visitor Pass, 16 Tage | dieselben Orte | £66, Familie £122 |
| National Trust Touring Pass, 7 oder 14 Tage | über 300 Häuser und Gärten | ab rund £25 je Erwachsenem |
Die RechnungStonehenge kostet ab £24,65, Tintagel ab £15,38, Old Sarum rund £7. Das sind gut £47 an drei Orten, die auf einer Südwestroute ohnehin auf dem Weg liegen; der vierte Besuch ist dann geschenkt. Die dritte Möglichkeit: Wer ein Ferienhaus des National Trust bucht, bekommt den Eintritt zu allen Anwesen während des Aufenthalts dazu, siehe Cottage mieten.
Welcher Ort zu welcher Reise passt
Im Norden Alnwick für das bewohnte Schloss, Bamburgh für die Lage über dem Strand, Dunstanburgh für die Ruine am Ende eines Küstenwegs: drei sehr verschiedene Tage innerhalb einer Stunde Fahrt. In der Mitte Chatsworth als das große Herrenhaus mit Sammlung und Landschaftspark, daneben Haddon Hall, das nie modernisiert wurde, und Blenheim als Palast mit Jahreskarte. Im Südwesten Tintagel für die Lage auf der Landzunge und Powderham bei Exeter als bewohntes Schloss am Fluss; Lacock Abbey für Innenräume und als Harry-Potter-Drehort, siehe Harry-Potter-Drehorte.

Was Sie vor der Fahrt prüfen sollten
Drei Dinge, an denen Besuche scheitern, und zwei davon kosten nichts. Die Saison: Viele Herrenhäuser und Burgen öffnen nur von etwa März bis Oktober, Alnwick etwa ist von Ende Oktober bis Ende März geschlossen, mehr unter beste Reisezeit. Der Wochentag: Einzelne Häuser schließen an festen Tagen, Powderham samstags, Hill Top freitags, und das steht selten in Reiseführern. Und der letzte Einlass: Der liegt oft ein bis zwei Stunden vor Schließung, bei Alnwick um 15:45 Uhr, während das Gelände bis 17:00 Uhr offen ist. Wer um halb vier ankommt, steht vor der Kasse. Die fünf Burgen an der Küste von Northumberland, mit vier Eigentümern und ohne gemeinsamen Pass, stehen unter Burgen in Northumberland; die königlichen Residenzen unter Paläste in England und die Gärten des National Trust unter englische Gärten. Welche Landhäuser in Bridgerton und in den Jane-Austen-Verfilmungen zu sehen sind, steht unter Bridgerton-Drehorte und Jane-Austen-Reise.
Häufige Fragen zu Burgen und Schlössern
- Was ist der Unterschied zwischen Burg und Schloss in England?
- Praktisch entscheidet, ob jemand darin wohnt. Die mittelalterlichen Burgen sind meist Ruinen ohne Dach, oft von English Heritage betreut, und Sie besichtigen Mauern und Aussicht. Bewohnte Burgen wie Alnwick oder Bamburgh haben eingerichtete Räume und kosten mehr. Herrenhäuser sind keine Burgen, sondern Landsitze mit Möbeln, Sammlung und Garten.
- Lohnt sich der English Heritage Overseas Visitor Pass?
- Ab drei Besuchen fast immer. Er kostet £56 für neun Tage oder £66 für sechzehn, als Familie £112 beziehungsweise £122, und gilt für über hundert Orte. Allein Stonehenge kostet £27,20; mit einem zweiten größeren Ort ist der Pass praktisch heraus.
- Was kostet der Eintritt in ein englisches Schloss?
- Sehr unterschiedlich. Eine Burgruine liegt oft bei £7 bis £16, ein bewohntes Schloss wie Alnwick bei £22, ein großes Herrenhaus wie Chatsworth bei £25,45 und Blenheim Palace bei £41. Bei Alnwick und Blenheim gilt das Ticket danach ein ganzes Jahr.
- Welches Schloss in England lohnt sich am meisten?
- Wenn Sie eines wählen müssen und im Norden sind: Alnwick Castle, weil es bewohnt ist, Räume zeigt und das Ticket ein Jahr gilt. Im Süden Blenheim Palace, ebenfalls mit Jahreskarte. Wer Ruinen mag, bekommt bei Dunstanburgh oder Tintagel mehr Landschaft für weniger Geld.
- Kann man in England in einem Schloss übernachten?
- Ja. Der Landmark Trust vermietet über 200 gerettete historische Gebäude als Ferienhäuser, darunter Türme und Forts, und der National Trust über 500 Häuser. Mehr dazu unter Cottage mieten.
- Warum sind so viele englische Burgen Ruinen?
- Wegen des Englischen Bürgerkriegs im 17. Jahrhundert. Nach dem Sieg des Parlaments wurden Anlagen, die königstreue Besatzungen gehalten hatten, planmäßig unbrauchbar gemacht, das sogenannte Slighting, für über hundert Gebäude. Kaum eine wurde je wieder aufgebaut.
Quellen
- Overseas Visitor Pass, English Heritage
- Overseas visitors, National Trust
- Slighting, Wikipedia
- Öffnungszeiten und Preise, Alnwick Castle
- Visit us, Bamburgh Castle
- Tickets buchen, Chatsworth
- Tickets, Blenheim Palace
- Visit, Haddon Hall
- Prices and opening times, Tintagel Castle, English Heritage
- Dunstanburgh Castle, English Heritage