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England, Süden

Südengland: welche Region sich für Ihre Reise lohnt

Unser Urteil

Der Süden ist das, was die meisten meinen, wenn sie England sagen: Küste, Dörfer, Städte und Moor auf engem Raum. Er ist deshalb auch der teuerste und vollste Teil des Landes. Diese Seite ordnet die Regionen ein, die Einzelheiten stehen auf den verlinkten Seiten.

Lohnt sich für

  • Erstbesucher, die in einer Reise Stadt, Küste und Landschaft sehen wollen
  • Wer mit dem eigenen Auto über Tunnel oder Fähre kommt, denn Kent ist der erste Landstrich hinter der Küste
  • Reisen im Mai, Juni oder September, wenn die Preise unter dem Sommer liegen

Eher nicht, wenn

  • Sie wollen leere Landschaft und niedrige Preise, dann ist der Norden die bessere Wahl
  • Sie reisen in den britischen Sommerferien und wollen an die Küste, denn Cornwall und Devon sind dann ausgebucht
  • Sie haben nur ein langes Wochenende, dann nehmen Sie eine Region statt vier

Die ehrliche AlternativeDer Norden. Yorkshire, der Lake District und Northumberland kosten rund 16 Prozent weniger, sind spürbar leerer, und die Landschaft ist größer. Nur die berühmten Namen fehlen.

Der Felsbogen Durdle Door an der Jurassic Coast in Dorset
Der Hafen von St Ives in Cornwall
Unbedingt ansehenCornwall
Der Royal Crescent in Bath
Unbedingt ansehenBath
Steinhäuser an einem Bach in den Cotswolds
Unbedingt ansehenDie Cotswolds

Was zu Südengland gehört

Eine amtliche Grenze gibt es nicht. Praktisch meint Südengland alles südlich einer Linie von Bristol nach London, also Cornwall, Devon, Dorset, Somerset, Wiltshire, Hampshire, Sussex, Kent und die Grafschaften um die Hauptstadt. Die Cotswolds liegen streng genommen darüber, werden aber immer mitgezählt, weil jede Route sie mitnimmt.

Diese Seite ist die Übersicht. Sie soll Ihnen helfen zu entscheiden, welche Regionen in Ihre Reise passen. Was es dort zu sehen gibt, wie lange Sie bleiben und wo Sie schlafen, steht jeweils auf der verlinkten Seite.

Süden oder Norden?

Das ist die erste Entscheidung, und sie wird selten bewusst getroffen. Die meisten Reisenden landen im Süden, weil dort die bekannten Namen liegen. Was das kostet, sieht man erst hinterher.

Süden Norden
Übernachtung pro Nacht £100 bis £150 £85 bis £130
Zehn Tage zu zweit £1.550 bis £2.250 £1.300 bis £1.900
Andrang im Sommer hoch bis sehr hoch überschaubar
Berühmte Namen Stonehenge, Bath, Cornwall Hadrianswall, Lake District
Anfahrt ab Tunnel oder Fähre 1 bis 5 Std. rund 4 Std. bis York

Die Zahlen stammen aus unseren eigenen Routenkalkulationen für Cornwall und Devon und Yorkshire und Lake District, beide für zehn Tage zu zweit. Ganz gleich sind die beiden Rechnungen nicht: die Nordroute geht davon aus, dass Sie mit der Bahn nach York fahren und den Mietwagen erst ab Tag 3 nehmen, weil Sie ihn in York nicht brauchen. Zwei Miettage weniger erklären einen Teil des Abstands, der Rest liegt an den Übernachtungen.

Kurz: der Süden hat die Namen, der Norden hat den Platz. Wenn Sie zum ersten Mal kommen und Bath, Stonehenge und Cornwall sehen wollen, ist die Wahl ohnehin getroffen. Wenn Sie zum zweiten Mal kommen oder im August reisen, lohnt es sich, den Norden ernsthaft zu prüfen.

Wie viel Zeit brauchen Sie?

Der häufigste Planungsfehler im Süden ist, die Entfernungen an der Landkarte zu messen. Die Karte täuscht, weil die Straßen westlich von Exeter schmal und langsam werden.

Zeit Was realistisch geht
Verlängertes Wochenende eine Region: London, Bath oder die Cotswolds
Eine Woche zwei benachbarte Regionen, etwa Bath und die Cotswolds
Zehn Tage der Südwesten mit Cornwall und Devon, ohne die Städte
Zwei Wochen die ganze Breite: London, Bath, Cotswolds, Devon, Cornwall

Unter zwölf Tagen Cornwall in eine Rundreise zu pressen, die auch Bath und die Cotswolds enthält, geht rechnerisch auf und praktisch nicht. Sie verbringen dann die Hälfte der Tage im Auto.

Die Routenlogik: zwei Wege nach Westen

Von London aus führen zwei Straßen in den Südwesten, und die Wahl entscheidet, was Sie unterwegs sehen.

  • Die M4 im Norden führt über Reading nach Bath und Bristol. An dieser Route liegt Avebury, kurz hinter Abfahrt 16, ohne jeden Umweg.
  • Die M3 und A303 im Süden führen über Andover nach Exeter. An dieser Route liegt Stonehenge.

Beide enden im selben Gebiet, aber sie sind Alternativen und keine Rundfahrt. Wer beide Steinkreise will, rechnet rund eine Stunde zusätzliche Fahrzeit über die Landstraßen dazwischen. Mehr dazu unter Stonehenge und Avebury.

Wer über Dover oder Folkestone einreist, kreuzt auf dem Weg nach Westen oder Norden fast zwangsläufig die Themse bei Dartford, und das kostet £3,50 pro Fahrt ohne Schranke. Wer nach London hineinfährt, zahlt dort £18 pro Tag. Beides und der Rest steht unter Maut und Umweltzonen, die Kraftstoffpreise unter Tanken in England.

Ab Exeter wird es langsamer. Die A30 durch Cornwall ist zweispurig ausgebaut, aber alles, was von ihr abgeht, ist eng, und in den Sommerferien steht sie an Samstagen.

Wann Sie kommen sollten

Mai, Juni und September. Nicht wegen des Wetters, das im Juli und August stabiler ist, sondern wegen der britischen Schulferien: Cornwall und Devon sind die beliebtesten Inlandsziele des Landes, und von Mitte Juli bis Anfang September sind die Küstenorte ausgebucht und die Preise ein Drittel höher.

Dazu kommt das Wochenende des Late Summer Bank Holiday, der letzte Montag im August. Das ist das vollste Autowochenende des britischen Jahres und fällt mitten in die deutschen Sommerferien.

Was das für Ihre Reisedaten heißt, steht ausführlich unter beste Reisezeit für England.

Die Sehenswürdigkeiten, einzeln bewertet

  • Der Hafen von St Ives in Cornwall
    Unbedingt ansehen

    Cornwall

    Die Westspitze mit dem Küstenpfad, den Buchten und dem Minack Theatre. Die weiteste Anfahrt des Südens und deshalb nichts für eine Woche, in der Sie auch Bath sehen wollen. Von Exeter aus rechnen Sie zwei Stunden bis zur Südküste und noch einmal eine bis Land's End.

  • Der Royal Crescent in Bath
    Unbedingt ansehen

    Bath

    Die kompakteste Sehenswürdigkeit des Südens: römische Thermen, georgianische Architektur und alles in zehn Gehminuten. Zwei Nächte reichen, und die Stadt lässt sich gut mit den Cotswolds verbinden.

  • Steinhäuser an einem Bach in den Cotswolds
    Unbedingt ansehen

    Die Cotswolds

    Honigfarbene Dörfer zwischen Bath und Oxford, mit dem Cotswold Way als Wanderweg über die Kante. Der ruhigste Teil dieser Liste, wenn Sie die drei bekanntesten Dörfer mittags meiden.

  • Der Felsbogen Durdle Door an der Jurassic Coast in Dorset
    Unbedingt ansehen

    Die Jurassic Coast in Dorset

    153 km Weltnaturerbe zwischen Exmouth und Studland, mit Felsbögen, Fossilien und Steilküste. Der Teil des Südens, den deutsche Reisende am häufigsten auslassen, weil er zwischen Devon und dem Südosten liegt.

  • Die rote Steilküste bei Sidmouth in Devon
    Wenn Zeit bleibt

    Devon und Dartmoor

    Zwei Küsten und ein Hochmoor dazwischen. Landschaftlich näher an Cornwall als an Dorset, aber ohne dessen Andrang. Rechnen Sie mit einspurigen Straßen und Ponys, die nicht ausweichen.

  • Der Steinkreis von Stonehenge in der Ebene von Wiltshire
    Wenn Zeit bleibt

    Stonehenge und Avebury

    Ein halber Tag, kein ganzer. Stonehenge kostet Eintritt und Sie bleiben hinter der Absperrung, Avebury ist kostenlos und Sie gehen zwischen den Steinen hindurch.

  • Die South Bank an der Themse in London
    Unbedingt ansehen

    London

    Formal Teil des Südens, praktisch eine eigene Reise. Drei Nächte am Anfang oder am Ende, und nehmen Sie das Auto dort nicht mit.

  • Der Hafen von Torquay an der English Riviera
    Können Sie auslassen

    Torquay und die English Riviera

    Als englisches Seebad im Stil des 19. Jahrhunderts historisch interessant, als Reiseziel überholt. Wenn Sie Küste wollen, sind Sie eine Stunde weiter westlich oder östlich deutlich besser aufgehoben.

Was kaum jemand erwähnt

Die bekannten Orte stehen oben. Diese hier finden Sie in den meisten Reiseführern zuSüdengland nicht, obwohl sie den Umweg wert sind.

  1. Die Isle of Purbeck

    Keine Insel, sondern eine Halbinsel in Dorset zwischen Ärmelkanal, Poole Harbour und dem Fluss Frome. Dort stehen die Ruine von Corfe Castle, einer normannischen Burg aus der Zeit nach 1066, und die Kreidefelsen Old Harry Rocks am östlichen Ende der Jurassic Coast. Eine Ruine ist die Burg, weil sie im Bürgerkrieg für den König gehalten wurde und das Parlament sie nach der Einnahme 1646 sprengen ließ.

    Warum kaum bekanntAlle kennen die Needles auf der Isle of Wight, kaum jemand die Old Harry Rocks, dabei sind es dieselben Kreideschichten. Die Halbinsel liegt an keiner Durchgangsstraße: wer nicht ausdrücklich hinfährt, kommt nie vorbei.

  2. Rye in East Sussex

    Eine mittelalterliche Stadt auf einem Hügel, rund 3 km vom Meer, mit kopfsteingepflasterten Gassen und Fachwerkhäusern. In der Mermaid Street steht ein Gasthaus, dessen heutiges Gebäude von 1420 stammt und dessen Keller von 1156.

    Warum kaum bekanntRye liegt 45 Min. von Folkestone, also direkt hinter dem Tunnel. Genau deshalb sieht es niemand: wer mit dem Auto ankommt, fährt sofort nach Westen Richtung London und lässt den ganzen Südosten links liegen.

Alle Unterkünfte in Südengland

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Quellen