Südengland

Der Süden ist das, was die meisten meinen, wenn sie England sagen: Küste, Dörfer, Städte und Moor auf engem Raum. Und deshalb der vollste und teuerste Teil.

Der Felsbogen Durdle Door an der Jurassic Coast in Dorset
  • 1 bis 5 Std. ab Tunnel oder Fähre bis zur Region, Kent zuerst
  • 12 Tage mindestens für Cornwall, Bath und die Cotswolds in einer Reise
  • 16 % günstiger ist dieselbe Reise im Norden
  • Mai, Juni, September außerhalb der britischen Schulferien
Auf dieser Seite
  1. Was zu Südengland gehört
  2. Die Regionen im Überblick
  3. Süden oder Norden
  4. Wie viel Zeit brauchen Sie
  5. Die Routenlogik: zwei Wege nach Westen
  6. Wann Sie kommen sollten
  7. Zwei Ecken abseits der Durchgangsstraßen
  8. Häufige Fragen
  9. Quellen

Welche Region?

Eine amtliche Grenze gibt es nicht; praktisch ist Südengland alles südlich einer Linie von Bristol nach London, plus die Cotswolds, die jede Route mitnimmt. Wer zum ersten Mal kommt und Bath, Stonehenge und Cornwall sehen will, ist hier richtig und braucht dafür zwei Wochen. Wer nur eine Woche hat, nimmt zwei benachbarte Regionen, etwa Bath und die Cotswolds. Wer im August reist oder zum zweiten Mal kommt, sollte den Norden ernsthaft prüfen: rund 16 Prozent günstiger, spürbar leerer, und die Landschaft ist größer. Diese Seite ordnet die Regionen ein; die Einzelheiten stehen auf den verlinkten Seiten.

Geprüft am 6. Oktober 2026 bei nationaltrust.org.uk, jurassiccoast.org, ryetowncouncil.gov.uk, mermaidinn.com

Südengland ist das, was die meisten meinen, wenn sie England sagen: Küste, Dörfer, Städte und Moor auf engem Raum, und deshalb auch der vollste und teuerste Teil des Landes. Diese Seite ist die Übersicht. Sie hilft Ihnen zu entscheiden, welche Regionen in Ihre Reise passen und wie viel Zeit sie brauchen. Was es dort zu sehen gibt, wie lange Sie bleiben und wo Sie schlafen, steht jeweils auf der verlinkten Seite.

Was zu Südengland gehört

Eine amtliche Grenze gibt es nicht. Praktisch meint Südengland alles südlich einer Linie von Bristol nach London, also Cornwall, Devon, Dorset, Somerset, Wiltshire, Hampshire, Sussex, Kent und die Grafschaften um die Hauptstadt. Die Cotswolds liegen streng genommen darüber, werden aber immer mitgezählt, weil jede Route sie mitnimmt. Was fehlt, ist Nordengland mit Yorkshire, dem Lake District und Northumberland; dazu gleich mehr, denn das ist die erste Entscheidung.

Die Regionen im Überblick

Die Tabelle ordnet die Regionen von West nach Ost und sagt, was sie tragen. Zwei Dinge fallen beim Lesen auf: Cornwall ist die weiteste Anfahrt und passt deshalb nicht in eine Woche, in der Sie auch Bath sehen wollen; und die Jurassic Coast in Dorset ist der Teil des Südens, den deutsche Reisende am häufigsten auslassen, weil er zwischen Devon und dem Südosten liegt und an keiner Route zwangsläufig vorbeikommt.

Jede Region als ein Punkt, dort, wo ihre Mitte liegt; die Nummern sind die der Tabelle.
Steinhäuser an einem Bach in den Cotswolds.
Die Cotswolds: der ruhigste Teil der Liste, wenn Sie die drei bekanntesten Dörfer mittags meiden.

Die Regionen des Südens

Von West nach Ost. Die Nächte sind das, was die Region trägt, nicht das Minimum; die Einzelheiten stehen auf der verlinkten Seite.

RegionWofürNächteUrteil
CornwallKüstenpfad, Buchten, Minack Theatre, St Ives3 bis 5unbedingt, aber nicht in einer Woche mit Bath
Devon und Dartmoorzwei Küsten und ein Hochmoor dazwischen2 bis 3wenn Zeit ist, näher an Cornwall als an Dorset, ohne dessen Andrang
Jurassic Coast in Dorset153 km Weltnaturerbe, Durdle Door, Fossilien2unbedingt, und der Teil, den deutsche Reisende am häufigsten auslassen
Bathrömische Thermen, georgianische Stadt, alles zu Fuß2unbedingt, die kompakteste Sehenswürdigkeit des Südens
Die Cotswoldshonigfarbene Dörfer, Cotswold Way2 bis 3unbedingt, der ruhigste Teil der Liste
Stonehenge und Aveburyzwei Steinkreise, einer mit Ticket, einer ohneein halber Tagwenn Zeit ist, auf dem Weg nach Westen
Londonformal Teil des Südens, praktisch eine eigene Reise3unbedingt, am Anfang oder Ende, ohne Auto
Torquay und die English RivieraSeebad des 19. Jahrhunderts0kann man lassen; eine Stunde weiter ist die Küste besser

Süden oder Norden

Das ist die erste Entscheidung, und sie wird selten bewusst getroffen. Die meisten Reisenden landen im Süden, weil dort die bekannten Namen liegen. Was das kostet, sieht man erst hinterher, und die Tabelle rechnet es vor: dieselbe Reise im Norden ist rund 16 Prozent günstiger, die Landschaft größer, der Andrang kleiner. Kurz: Der Süden hat die Namen, der Norden hat den Platz. Wenn Sie zum ersten Mal kommen und Bath, Stonehenge und Cornwall sehen wollen, ist die Wahl ohnehin getroffen. Wenn Sie zum zweiten Mal kommen oder im August reisen, lohnt es sich, Yorkshire und den Lake District ernsthaft zu prüfen.

Süden oder Norden

Die Zahlen stammen aus unseren eigenen Routenkalkulationen für Cornwall und Devon und für Yorkshire und Lake District, beide für zehn Tage zu zweit, Stand Oktober 2026.

SüdenNorden
Übernachtung pro Nacht£100 bis £150£85 bis £130
Zehn Tage zu zweit£1.550 bis £2.250£1.300 bis £1.900
Andrang im Sommerhoch bis sehr hochüberschaubar
Berühmte NamenStonehenge, Bath, CornwallHadrianswall, Lake District
Anfahrt ab Tunnel oder Fähre1 bis 5 Std.rund 4 Std. bis York

Warum die Rechnungen nicht ganz gleich sindDie Nordroute geht davon aus, dass Sie mit der Bahn nach York fahren und den Mietwagen erst ab Tag 3 nehmen, weil Sie ihn in York nicht brauchen. Zwei Miettage weniger erklären einen Teil des Abstands; der Rest liegt an den Übernachtungen.

Wie viel Zeit brauchen Sie

Die Tabelle sagt, was in welcher Zeit geht. Die Regel dahinter: Unter zwölf Tagen Cornwall in eine Rundreise zu pressen, die auch Bath und die Cotswolds enthält, geht rechnerisch auf und praktisch nicht. Sie verbringen dann die Hälfte der Tage im Auto, und zwar auf Straßen, auf denen 60 km eine Stunde dauern. Wie Sie überhaupt bis nach Cornwall kommen, und warum der Samstag der schlechteste Tag dafür ist, steht unter Anreise nach Cornwall.

Der Hafen von St Ives in Cornwall.
Cornwall ist die weiteste Anfahrt des Südens: ab Exeter zwei Stunden bis zur Südküste, eine weitere bis Land's End.

Was in welcher Zeit realistisch geht

Der häufigste Planungsfehler im Süden ist, die Entfernungen an der Landkarte zu messen. Die Karte täuscht, weil die Straßen westlich von Exeter schmal und langsam werden.

ZeitWas realistisch geht
Verlängertes Wochenendeeine Region: London, Bath oder die Cotswolds
Eine Wochezwei benachbarte Regionen, etwa Bath und die Cotswolds
Zehn Tageder Südwesten mit Cornwall und Devon, ohne die Städte
Zwei Wochendie ganze Breite: London, Bath, Cotswolds, Devon, Cornwall

Die Routenlogik: zwei Wege nach Westen

Von London aus führen zwei Straßen in den Südwesten, und die Wahl entscheidet, was Sie unterwegs sehen. Die M4 im Norden führt über Reading nach Bath und Bristol; an ihr liegt Avebury, kurz hinter Abfahrt 16, ohne jeden Umweg. Die M3 und A303 im Süden führen über Andover nach Exeter; an ihnen liegt Stonehenge. Beide enden im selben Gebiet, aber sie sind Alternativen und keine Rundfahrt. Wer beide Steinkreise will, rechnet rund eine Stunde zusätzliche Fahrzeit über die Landstraßen dazwischen; was Sie dort erwartet, steht unter Stonehenge.

Wer über Dover oder Folkestone einreist, kreuzt auf dem Weg nach Westen oder Norden fast zwangsläufig die Themse bei Dartford, und das kostet £3,50 pro Fahrt ohne Schranke. Wer nach London hineinfährt, zahlt dort £18 pro Tag. Beides und der Rest steht unter Maut und Umweltzonen, die Kraftstoffpreise unter Tanken in England. Ab Exeter wird es langsamer: Die A30 durch Cornwall ist zweispurig ausgebaut, aber alles, was von ihr abgeht, ist eng, und in den Sommerferien steht sie an Samstagen.

Wann Sie kommen sollten

Mai, Juni und September. Nicht wegen des Wetters, das im Juli und August stabiler ist, sondern wegen der britischen Schulferien: Cornwall und Devon sind die beliebtesten Inlandsziele des Landes, und von Mitte Juli bis Anfang September sind die Küstenorte ausgebucht und die Preise ein Drittel höher. Dazu kommt das Wochenende des Late Summer Bank Holiday, der letzte Montag im August: das vollste Autowochenende des britischen Jahres, mitten in den deutschen Sommerferien. Was das für Ihre Reisedaten heißt, steht unter beste Reisezeit für England.

Zwei Ecken abseits der Durchgangsstraßen

Die Isle of Purbeck ist keine Insel, sondern eine Halbinsel in Dorset zwischen Ärmelkanal, Poole Harbour und dem Fluss Frome. Dort stehen die Ruine von Corfe Castle, einer normannischen Burg aus der Zeit nach 1066, und die Kreidefelsen Old Harry Rocks am östlichen Ende der Jurassic Coast. Eine Ruine ist die Burg, weil sie im Bürgerkrieg für den König gehalten wurde und das Parlament sie nach der Einnahme 1646 sprengen ließ. Alle kennen die Needles auf der Isle of Wight, kaum jemand die Old Harry Rocks, dabei sind es dieselben Kreideschichten. Die Halbinsel liegt an keiner Durchgangsstraße: Wer nicht ausdrücklich hinfährt, kommt nie vorbei.

Rye in East Sussex ist eine mittelalterliche Stadt auf einem Hügel, rund 3 km vom Meer, mit kopfsteingepflasterten Gassen und Fachwerkhäusern. In der Mermaid Street steht ein Gasthaus, dessen heutiges Gebäude von 1420 stammt und dessen Keller von 1156. Rye liegt 45 Min. von Folkestone, also direkt hinter dem Tunnel. Genau deshalb sieht es niemand: Wer mit dem Auto ankommt, fährt sofort nach Westen Richtung London und lässt den ganzen Südosten links liegen. Wer die erste Nacht in Rye verbringt statt nach London durchzufahren, hat den Südosten gesehen, bevor die Reise richtig anfängt; wie die Überfahrt selbst funktioniert, steht unter Fähre nach England.

Die zwei Hälften des Südens haben eigene Seiten, Südwestengland und Südostengland, und eine Schleife von zehn Tagen steht unter Rundreise Südengland in zehn Tagen.

Der alte Hafen von Rye in East Sussex.
Rye liegt 45 Min. hinter dem Tunnel, und genau deshalb fährt jeder daran vorbei.

Häufige Fragen zu Südengland

Was gehört zu Südengland?
Eine amtliche Grenze gibt es nicht. Praktisch meint Südengland alles südlich einer Linie von Bristol nach London: Cornwall, Devon, Dorset, Somerset, Wiltshire, Hampshire, Sussex, Kent und die Grafschaften um die Hauptstadt. Die Cotswolds liegen streng genommen darüber, werden aber immer mitgezählt, weil jede Route sie mitnimmt.
Wie viele Tage braucht man für Südengland?
Für eine Region ein langes Wochenende, für zwei benachbarte eine Woche, für den Südwesten mit Cornwall und Devon zehn Tage, für die ganze Breite von London bis Cornwall zwei Wochen. Unter zwölf Tagen Cornwall mit Bath und den Cotswolds zu verbinden geht rechnerisch auf und praktisch nicht: Sie sitzen dann die Hälfte der Tage im Auto.
Süden oder Norden, was ist besser für Erstbesucher?
Der Süden hat die Namen, der Norden hat den Platz. Wer Bath, Stonehenge und Cornwall sehen will, hat die Wahl ohnehin getroffen. Wer im August reist oder zum zweiten Mal kommt, fährt im Norden rund 16 Prozent günstiger und deutlich leerer.
Welche Route nimmt man von London in den Südwesten?
Die M4 im Norden über Reading nach Bath, mit Avebury kurz hinter Abfahrt 16, oder die M3 und A303 im Süden über Andover nach Exeter, mit Stonehenge direkt an der Straße. Beide enden im selben Gebiet, sind aber Alternativen und keine Rundfahrt.
Wann ist die beste Reisezeit für Südengland?
Mai, Juni und September. Nicht wegen des Wetters, das im Juli und August stabiler ist, sondern wegen der britischen Schulferien: Von Mitte Juli bis Anfang September sind die Küstenorte in Cornwall und Devon ausgebucht und die Preise ein Drittel höher.
Braucht man in Südengland ein Auto?
Für London, Bath und mit Abstrichen die Cotswolds nicht. Für Cornwall, Devon, die Jurassic Coast und alles, was von den Hauptstraßen abgeht, ja. Wer mit dem eigenen Auto über Tunnel oder Fähre kommt, hat Kent als ersten Landstrich direkt vor sich.
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