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Route · 10 Tage · ab Exeter

Cornwall und Devon: Roadtrip in 10 Tagen

Unser Urteil

Zehn Tage reichen für Devon und Cornwall, wenn Sie in Exeter starten und nicht zusätzlich von London anreisen müssen. Wer die Anfahrt mitrechnet, sollte zwölf Tage einplanen.

Lohnt sich für

  • Wanderer und Küstenreisende, mit dem South West Coast Path als roter Faden
  • Reisende, die lieber wenige Orte gründlich sehen als viele kurz
  • Wer beide Küsten Cornwalls vergleichen will, Nord und Süd

Eher nicht, wenn

  • Sie ab London anreisen und die 4 Std. Fahrt nach Exeter nicht extra einplanen
  • Sie im August fahren, dann sind Straßen und Parkplätze überlastet
  • Sie ohne Auto reisen, denn diese Route ist ohne Fahrzeug nicht umsetzbar

Die ehrliche AlternativeWer nur eine Woche hat, lässt Cornwall weg und bleibt in Devon. Dartmoor, die Jurassic Coast und die Nordküste füllen sieben Tage gut aus, ohne dass Sie ständig fahren.

Der Leuchtturm Godrevy vor der Küste bei St Ives in Cornwall

Wo verläuft die Route?

1 · 723456
Die Linien zeigen die Reihenfolge der Etappen, nicht den Straßenverlauf. Zusammen rund 780 km.
  1. 1 · 7ExeterStart · Tag 10 · 90 km
  2. 2DartmoorTag 1 bis 2 · 40 km
  3. 3Südküste, FalmouthTag 3 bis 4 · 130 km
  4. 4Westspitze, PenzanceTag 5 bis 7 · 80 km
  5. 5Nordküste, PadstowTag 8 · 72 km
  6. 6Nordküste DevonTag 9 · 105 km

Warum Exeter als Startpunkt?

Weil dort die lange Anfahrt endet und die eigentliche Reise beginnt. Was Exeter selbst zu bieten hat, steht auf der eigenen Seite. Exeter liegt an der M5, hat einen Flughafen, einen Bahnhof an der Hauptstrecke aus London und mehrere Mietwagenstationen. Welcher Weg dorthin sich lohnt, und warum ein Samstag im Sommer der schlechteste Anreisetag ist, steht unter Anreise nach Cornwall.

Wenn Sie ab London mit dem Auto anreisen, kommen rund 4 Std. Fahrt hinzu, und dann reichen zehn Tage nicht mehr für diese Route. Rechnen Sie in dem Fall zwei zusätzliche Tage ein, oder streichen Sie eine der Cornwall-Etappen.

Die Reihenfolge der Etappen

Die Route beginnt im Landesinneren, geht dann an die geschützte Südküste, weiter zur Westspitze und zurück über die raue Nordküste. Das hat zwei Gründe.

Erstens steigert es sich landschaftlich: Dartmoor ist eindrucksvoll, aber die Klippen der Westspitze sind der Höhepunkt. Zweitens vermeiden Sie doppelte Wege. Cornwall ist eine schmale Halbinsel, und wer hin und zurück dieselbe Straße nimmt, verliert einen halben Tag.

Die Querung von Süd nach Nord dauert nirgends länger als rund 45 Min., was die Halbinsel handlicher macht, als die Karte vermuten lässt.

Diese Route ist kein Anfängerkurs

Das muss vorweg, weil es die Route von den anderen unterscheidet: Sie fängt nicht auf der Autobahn an. Schon Tag 1 führt ins Dartmoor, und dort sind die Straßen einspurig, von Steinmauern oder hohen Hecken gesäumt, und die Ausweichbuchten liegen manchmal 200 m auseinander. Dazu Ponys und Schafe, die nicht ausweichen, weil sie es nicht müssen.

Wenn Sie noch nie links gefahren sind, ist das ein harter Start. Zwei Möglichkeiten:

  • Übernehmen Sie den Wagen in Exeter und fahren Sie erst einen halben Tag Küste, bevor Sie ins Moor gehen. Die A3052 Richtung Sidmouth ist breit und gut ausgebaut.
  • Oder drehen Sie die ersten beiden Etappen um und beginnen an der Südküste Cornwalls, wo die A30 bis kurz vor Falmouth vierspurig ist.

Wer sich einspurige Straßen zutraut: die Regel ist, dass der ausweicht, der näher an der Bucht ist, und dass Rückwärtsfahren dazugehört. Mehr dazu unter Linksverkehr und Mietwagen.

Weite Moorlandschaft im Dartmoor National Park mit Felsen am Horizont

Wie viele Nächte pro Ort?

Drei Nächte an der Westspitze, zwei an der Südküste und in Dartmoor, je eine an den beiden Nordküsten. Das ist bewusst ungleich verteilt: dort, wo die meisten Ziele in kurzer Entfernung liegen, bleiben Sie länger und fahren sternförmig.

Standort Nächte Erreicht in unter 45 Min.
Dartmoor 2 Tors, Moorwanderungen, Exeter
Falmouth oder Fowey 2 Eden Project, Heligan, Fischerdörfer
St Ives oder Penzance 3 Minack, Land’s End, St Michael’s Mount, Buchten
Padstow 1 Surfstrände, Küstenweg
Woolacombe 1 Clovelly, Exmoor-Rand

Gut zu wissen Die Parkplätze an den bekannten Buchten sind zwischen Juni und September ab dem späten Vormittag voll, besonders bei Kynance Cove und Porthcurno. Planen Sie das wichtigste Ziel des Tages als erstes ein und fahren Sie vor 10 Uhr los.

Wandern auf dieser Route

Der South West Coast Path begleitet die gesamte Strecke. Mit 1014 km ist er der längste Fernwanderweg Englands, aber Sie brauchen keine Etappenplanung: an fast jedem Standort dieser Route können Sie einen Abschnitt als Halbtageswanderung gehen und mit dem Bus oder Taxi zurück.

Drei Abschnitte, die sich besonders lohnen:

  1. Porthcurno nach Land’s End, rund 6 km, an den eindrucksvollsten Klippen der Westspitze entlang.
  2. Padstow nach Stepper Point, rund 8 km hin und zurück, mit Blick auf die Mündung des Camel.
  3. Branscombe nach Beer an der Jurassic Coast, rund 5 km, mit Bucht am Ende.

Die Wege sind gut markiert, aber selten flach. Feste Schuhe sind nötig, Wanderstiefel nicht zwingend.

St Michaels Mount in Cornwall, eine Gezeiteninsel mit Burg über dem Damm

Was die Tage vor Ort füllt

Neun Nächte an fünf Orten, und an sechs Tagen fahren Sie unter einer Stunde. Das ist der eigentliche Vorteil dieser Route, also hier, was die Tage füllt.

Dartmoor, zwei Nächte. Ein Tag für eine Wanderung zu einem der Tors, ein Tag für die Dörfer im Moor. Rechnen Sie mit langsamen Straßen: einspurig, hohe Hecken, und Ponys, die nicht ausweichen. Wer nach Osten will, findet die Jurassic Coast bei Sidmouth und Beer in gut einer Stunde.

Südküste Cornwalls, zwei Nächte. Ab Falmouth oder Fowey. Das Eden Project ist der teuerste Eintritt der Region und die beste Antwort auf einen Regentag; bei gutem Wetter ist Ihre Zeit an der Küste besser aufgehoben. St Michael’s Mount erreichen Sie zu Fuß über den Damm oder mit dem Boot für £3,20, aber prüfen Sie vorher die Gezeitentabelle.

Westspitze, drei Nächte. Hier lohnt sich die Aufteilung am meisten:

  1. Minack Theatre und Porthcurno. Gehen Sie am späten Nachmittag, wenn die Busgruppen weg sind. Land’s End sparen Sie sich: das Gelände ist gratis, aber Sie zahlen Parken und dann jede Attraktion einzeln. Wer stattdessen 30 Min. ab Porthgwarra läuft, steht in Nanjizal Bay fast allein.
  2. St Ives am Vormittag, danach die alten Minen bei Botallack und ein Stück Küstenpfad.
  3. Die Lizard-Halbinsel oder der Helford River. Der Tag, den die meisten streichen, und deshalb der ruhigste.

Nordküste, je eine Nacht. Padstow als Hafenort, danach Woolacombe mit dem breitesten Sandstrand der Route. Clovelly liegt dazwischen und ist autofrei; Sie parken oben und gehen die gepflasterte Gasse hinunter, was auf dem Rückweg spürbar wird.

Wenn Sie mehr als die Küste wollen

Diese Route bleibt bewusst im Südwesten. Wer in derselben Reise auch Städte und Landschaft sehen will, findet zwei Alternativen:

  • Südengland in zwei Wochen verbindet London, Bath, die Cotswolds, Devon und Cornwall. Sie bekommen weniger Küste, dafür die Bandbreite, und brauchen vier Tage mehr.
  • Cotswolds und Bath in einer Woche ist das Gegenstück zu dieser Route: keine Küste, dafür Dörfer, Städte und Wanderwege in der Mitte Englands.

Was Sie vorher regeln sollten

Diese Route ist ohne Auto nicht umsetzbar, also brauchen Sie einen Mietwagen und sollten die Regeln im Linksverkehr kennen. Die einspurigen Straßen mit hohen Hecken, die dort beschrieben werden, sind in Cornwall und Devon die Regel und nicht die Ausnahme.

Für die Einreise brauchen Sie eine ETA, und beim Proviant gilt die Einfuhrregel für Fleisch und Käse. Zur Wahl des Reisemonats hilft die beste Reisezeit.

Unterwegs

Was Sie unterwegs sehen

Was auf dieser Route als Erstes empfohlen wird, Standort für Standort. Die vollständige Liste mit Urteil steht jeweils auf der Seite zum Reiseziel.

Wo diese Route schiefgeht

  • Häufiger FehlerAb London anreisen und trotzdem zehn Tage rechnen. Die Fahrt nach Exeter kostet rund 4 Std., hin und zurück ist das fast ein ganzer Reisetag.

    BesserAb London zwölf Tage einplanen, oder mit dem Zug nach Exeter fahren und den Wagen dort übernehmen.

  • Häufiger FehlerDie bekannten Buchten am späten Vormittag ansteuern. Kynance Cove und Porthcurno haben kleine Parkplätze, die zwischen Juni und September früh voll sind.

    BesserDas wichtigste Ziel des Tages als erstes fahren und vor 10 Uhr da sein. Nachmittags dann die Orte ohne Parkplatzproblem.

  • Häufiger FehlerJede Nacht woanders schlafen, um mehr zu sehen. Auf einer Halbinsel mit engen Straßen kostet jeder Umzug einen halben Tag.

    BesserDrei Nächte an der Westspitze bleiben und sternförmig fahren, so wie die Etappen es vorsehen.

Was kostet diese Route ungefähr?

Zwei Personen, zehn Reisetage und damit neun Nächte, ein Doppelzimmer, Mietwagen der Kompaktklasse ab Exeter, Nebensaison.

Übernachtung, neun Nächte im Doppelzimmer£100 bis £150 pro Nacht, an der Küste Cornwalls am oberen Ende
£900 bis £1.350
Mietwagen, zehn Tage Kompaktklasse£35 bis £50 pro Tag, in der Hochsaison deutlich mehr
£350 bis £500
Kraftstoff1.100 km mit Tagesfahrten, 7 l/100 km, £1,62 pro Liter
rund £125
Eintritte, zwei PersonenEden Project £35,50 und Minack £12 pro Person, dazu St Michael's Mount
£120 bis £200
Parken an Stränden und Wanderparkplätzen£5 bis £10 an neun Tagen
£45 bis £90
Zusammen£1.550 bis £2.250

rund €1.800 bis €2.650

Das sind £75 bis £115 pro Person und Tag, ohne Essen und ohne Anreise nach Exeter. Wer Eden Project und Minack weglässt, kommt deutlich günstiger durch, denn Küstenweg und Buchten kosten nichts.

Mit dem eigenen Auto£1.290 bis £1.870

rund €1.500 bis €2.200

Ohne Mietwagen, dafür mit Überfahrt ab rund €71 pro Fahrzeug und Richtung durch den Tunnel oder ab etwa €50 mit der Fähre. Rechnen Sie ab Folkestone noch rund 400 km bis Exeter, das ist ein halber Fahrtag, den diese Route sonst nicht hat.

Übernachtung ist der größte Posten und schwankt in Cornwall am stärksten: in den britischen Sommerferien liegen die Preise leicht ein Drittel höher und die Küstenorte sind Monate vorher ausgebucht. Kraftstoff gerechnet mit rund £1,62 pro Liter, Stand August 2026. Gerechnet mit £1 = €1,17.

Die Route, Etappe für Etappe

10 Tage780 km6 Etappen

  1. Weite Moorlandschaft im Dartmoor National Park in Devon

    Tag 1 bis 2

    Exeter nach Dartmoor

    Strecke
    40 km
    Fahrzeit
    rund 45 Min.
    Übernachtung
    Rand von Dartmoor, zwei Nächte

    Direkt in die Landschaft statt an die Küste. Eine Wanderung zu Haytor oder Hound Tor, und Sie haben die Weite gesehen, für die Devon eigentlich steht.

  2. Der Strand von Kynance Cove in Cornwall mit türkisfarbenem Wasser und Felsen

    Tag 3 bis 4

    Dartmoor nach Südküste Cornwalls

    Strecke
    130 km
    Fahrzeit
    rund 2 Std.
    Übernachtung
    Falmouth oder Fowey, zwei Nächte

    Die geschützte Seite Cornwalls mit Flussmündungen und Gärten. Von hier erreichen Sie das Eden Project und die Lost Gardens of Heligan in je rund 30 Min.

  3. Der Strand von Kynance Cove in Cornwall mit türkisfarbenem Wasser und Felsen

    Tag 5 bis 7

    Südküste nach Westspitze

    Strecke
    80 km
    Fahrzeit
    rund 1 Std. 15 Min.
    Übernachtung
    St Ives oder Penzance, drei Nächte

    Der Kern der Reise. Von hier sind Minack Theatre, Land's End, St Michael's Mount und die Buchten der Westspitze alle in unter 45 Min. erreichbar.

  4. Der Strand von Kynance Cove in Cornwall mit türkisfarbenem Wasser und Felsen

    Tag 8

    Westspitze nach Nordküste

    Strecke
    72 km
    Fahrzeit
    rund 55 Min.
    Übernachtung
    Padstow oder Umgebung, eine Nacht

    Der Wechsel auf die Atlantikseite, mit hohen Klippen und Surfstränden. Der Unterschied zur Südküste ist deutlicher, als die kurze Fahrt vermuten lässt.

  5. Weite Moorlandschaft im Dartmoor National Park in Devon

    Tag 9

    Nordküste Cornwall nach Nordküste Devon

    Strecke
    105 km
    Fahrzeit
    rund 1 Std. 45 Min.
    Übernachtung
    Woolacombe oder Ilfracombe, eine Nacht

    Unterwegs liegt Clovelly, das autofreie Dorf am Hang. Die Küste hier ist leerer als alles, was Sie in Cornwall gesehen haben.

  6. Tag 10

    Nordküste Devon nach Exeter

    Strecke
    90 km
    Fahrzeit
    rund 1 Std. 30 Min.
    Übernachtung
    Rückgabe oder Weiterfahrt

    Rückweg quer durch Devon, wahlweise über den Rand von Exmoor. Planen Sie Zeit ein, wenn Sie am selben Tag den Zug oder Flug nehmen.

Wo Sie unterwegs schlafen

Übernachtung ist auf dieser Route der größte Posten. Diese Häuser sind danach ausgewählt, wo Sie das Auto lassen können, nicht nach Sternen. Preise stehen nicht dabei, weil sie pro Woche schwanken: die Links führen zum Haus selbst.

Devon Tag 1 bis 2

  • Moorcote Country Guest HouseGästehaus · Moretonhampstead, am Rand des MoorsFreie eigene Stellplätze, ausdrücklich für Gäste. Auf Dartmoor ist das mehr wert als es klingt, weil die Wanderparkplätze im Moor kostenpflichtig sind.
  • Mill End HotelHotel, 21 Zimmer · Am River Teign bei ChagfordDas Haus macht online keine Angabe. Der Platz ist auf Dartmoor selten das Problem, die Zufahrt schon: die Lanes sind einspurig und von hohen Hecken gesäumt.
  • The Globe InnGasthof mit Zimmern · 9 High Street, ChagfordDas Haus macht online keine Angabe. Chagford ist ein kleiner Ort mit einem Platz in der Mitte, rechnen Sie nicht mit einem eigenen Stellplatz.

Warum diese drei, und was es sonst in Devon gibt

Cornwall Tag 3 bis 4

  • 3 PorthminsterBed and Breakfast, 4 Zimmer · St Ives, oberhalb von Porthminster BeachEigene Auffahrt, aber nur für drei Autos, teilweise hintereinander. Das Haus bittet ausdrücklich um einen Anruf vorab. Ein eigener Stellplatz in St Ives ist selten, und genau deshalb steht dieses Haus hier.
  • Trevose Harbour HouseBoutique-Gästehaus · 22 The Warren, St IvesKein eigener Stellplatz. Zum Ausladen dürfen Sie an die Rückseite des Hauses fahren, geparkt wird danach auf dem Bahnhofsparkplatz rund 180 m entfernt, gegen Gebühr und ohne feste Reservierung.Erwachsenenhaus, Kinder unter zwölf Jahren werden nicht aufgenommen.
  • Lombard House HotelKleines Hotel, 8 Zimmer · 16 Regent Terrace, PenzanceEin privater Stellplatz pro Zimmer, kostenlos und im Preis enthalten. Das ist der eigentliche Grund, Penzance als Standort für Cornwall überhaupt zu erwägen.

Warum diese drei, und was es sonst in Cornwall gibt

Quellen