Die Nationalparks in England
Zehn Parks, von den Bergen Cumbrias bis zum Wasserland Norfolks. Der Eintritt ist überall frei; das Parken fast nirgends.

- 10 Nationalparks in England
- 1951 der Peak District war der erste
- frei Eintritt in alle zehn
- 978 m Scafell Pike, der höchste Punkt Englands
Auf dieser Seite
Was muss man wissen?
England hat zehn Nationalparks, und sie funktionieren anders als in Deutschland: Es sind keine abgesperrten Schutzgebiete, sondern Landschaften, in denen gewohnt und gewirtschaftet wird, mit Dörfern, Straßen und Hotels darin. Der Eintritt ist deshalb immer frei, und es gibt keinen Zaun. Was Geld kostet, ist das Parken, und das ist an den bekannten Ausgangspunkten in der Hochsaison auch noch knapp. Vier der zehn liegen im Norden, zwei im Südwesten, drei im Süden und Osten und einer in der Mitte.
Geprüft am 29. September 2026 bei nationalparks.uk, forestryengland.uk, dartmoor.gov.uk
England hat zehn Nationalparks. Sie funktionieren anders als in Deutschland: Es sind keine abgesperrten Schutzgebiete, sondern Landschaften, in denen gewohnt und gewirtschaftet wird, mit Dörfern, Straßen und Hotels darin. Es gibt keinen Zaun und keine Kasse.
Die zehn Parks
Die Tabelle setzt sie nebeneinander. Vier liegen im Norden, einer in der Mitte, zwei im Südwesten und drei im Süden und Osten.
Gemeinsam ist ihnen, dass der Boden größtenteils Privatbesitz ist; die Parkverwaltung betreut Landschaft und Zugang, nicht den Besitz. Deshalb stehen Bauernhöfe, Pubs und Dörfer darin, und deshalb gibt es keinen Eintritt.

© OpenStreetMap-Mitwirkende
Die zehn Parks auf einen Blick
Wo sie liegen, wofür sie bekannt sind und welcher Ort der praktischste Ausgangspunkt ist.
| Nationalpark | Region | Bekannt für | Ausgangspunkt |
|---|---|---|---|
| Lake District | Cumbria | Seen, Berge und Scafell Pike | Keswick oder Windermere |
| Yorkshire Dales | North Yorkshire | grüne Täler und Steinmauern | Skipton oder Hawes |
| North York Moors | North Yorkshire | lila Heide und eine steile Küste | Pickering oder Whitby |
| Northumberland | Northumberland | Hadrianswall und der dunkelste Nachthimmel | Hexham |
| Peak District | Derbyshire | der erste Park, Höhlen und Tors | Bakewell oder Castleton |
| Dartmoor | Devon | Hochmoor, Granit-Tors und wilde Ponys | Princetown oder Okehampton |
| Exmoor | Devon und Somerset | Heide bis ans Meer, Hirsche | Dunster oder Lynton |
| New Forest | Hampshire | altes Jagdrevier mit freilaufenden Ponys | Lyndhurst oder Brockenhurst |
| South Downs | Sussex und Hampshire | Kreidehügel und die Seven Sisters | Lewes oder Winchester |
| The Broads | Norfolk und Suffolk | Wasserland aus vollgelaufenen Torfstichen | Wroxham |
Der Norden
Der Lake District in Cumbria hat die höchsten Berge Englands, mit dem Scafell Pike auf 978 m, und die größten Seen. Er ist auch der nasseste Teil des Landes. Keswick und Windermere sind die praktischsten Standorte.
Die Yorkshire Dales sind grüne Täler, die Trockensteinmauern in Felder teilen, mit Wasserfällen bei Aysgarth und dem Viadukt von Ribblehead. Die North York Moors sind ein Heideplateau, das bis an die Küste reicht, mit Whitby am Rand; von York ist es gut eine Stunde dorthin.
Der Nationalpark Northumberland liegt an der schottischen Grenze, entlang des Hadrianswalls, und ist als Dark Sky Park ausgewiesen: Er hat den dunkelsten Nachthimmel Englands.

Der Südwesten und die Mitte
Der Peak District war 1951 der erste Nationalpark Englands, gegründet nach der Massenübertretung am Kinder Scout 1932, mit der Wanderer das Recht auf Zugang erzwangen. Er liegt eine Stunde von Manchester, Sheffield und Derby und hat die besten Bahnverbindungen aller Parks.
Dartmoor in Devon ist Hochmoor auf Granit, mit Tors auf den Kuppen und über tausend Ponys, die frei laufen. Es ist der einzige Park in England, in dem Sie abseits der Wege gehen und zelten dürfen. Exmoor, an der Grenze zu Somerset, reicht bis an die Küste und hat die höchsten Meeresklippen des Landes.

Der Süden und der Osten
Der New Forest in Hampshire wurde 1079 von Wilhelm dem Eroberer als Jagdrevier angelegt, und die Weiderechte aus jener Zeit gelten noch: Über fünftausend Ponys, Kühe und Esel laufen dort das ganze Jahr frei. Seit dem 20. April 2026 verlangt Forestry England auf allen 129 Parkplätzen im Park Gebühren.
Die South Downs, 2010 der letzte Park, der den Status bekam, sind Kreidehügel, die von Winchester bis zu den Klippen bei Eastbourne laufen, mit dem South Downs Way über den Kamm. Die Broads in Norfolk sind der einzige Wasserpark: über 200 km Wasserwege ohne eine einzige Schleuse, entstanden aus mittelalterlichen Torfstichen, die vollgelaufen sind.

Was es kostet
Der Eintritt ist frei, in allen zehn. Was Sie zahlen, ist das Parken, und das läuft auf: Bei Whinlatter im Lake District kostet die erste Stunde £2,90 und der ganze Tag £14, und im New Forest gibt es seit April 2026 keinen kostenlosen Platz mehr.
Dazu kommen die bezahlten Attraktionen in den Parks: das Boot auf dem Derwentwater (£16), die Höhlen bei Castleton (£16 bis £23,50) und ein Tagesboot auf den Broads (ab £80 je Boot). Wer mit Wohnmobil oder Zelt kommt, findet die Plätze und Regeln unter Camping und Wohnmobil.
Was ein Tag in einem Park kostet
Der Eintritt ist überall frei. Das sind die Posten, die in der Praxis dazukommen, geprüft am 29. September 2026.
| Was | Preis | Wo |
|---|---|---|
| Eintritt in den Park | frei | alle zehn |
| Parken bei Whinlatter | £2,90 | erste Stunde; £14 für den ganzen Tag |
| Parken im New Forest | gebührenpflichtig | seit 20. April 2026 auf allen 129 Plätzen |
| Keswick Launch, Derwentwater | £16 | Lake District |
| Eine Höhle in Castleton | £16 bis £23,50 | Peak District, Preis je Höhle |
| Tagesboot auf den Broads | ab £80 | je Boot, nicht je Person |
Wann Sie fahren
Mai bis September. Ende August blüht die Heide auf den North York Moors, auf Dartmoor und in Northumberland. Im Winter sind die hohen Straßen bei Schnee als erste gesperrt, und das Wetter in den Hügeln schlägt schnell um. Welche Wege sich in welchem Park lohnen, steht unter Wandern in England; für die Einreise brauchen Sie eine ETA.
Vier der zehn Parks liegen im Norden; die Region im Überblick steht unter Nordengland.
Häufige Fragen zu den Nationalparks in England
- Wie viele Nationalparks hat England?
- Zehn. Das Vereinigte Königreich hat fünfzehn: zehn in England, drei in Wales und zwei in Schottland. Der Peak District war 1951 der erste des Landes, die South Downs 2010 der letzte.
- Kostet ein Nationalpark Eintritt?
- Nein. Es gibt keinen Zaun, keine Kasse und keinen Eintrittspreis; die Parks sind Landschaften, in denen gewohnt und gewirtschaftet wird. Parken kostet fast überall, und seit dem 20. April 2026 auch auf allen 129 Parkplätzen im New Forest.
- Welchen Nationalpark wählt man zum Wandern?
- Das hängt davon ab, was Sie suchen. Der Lake District hat die höchsten Berge und die meisten Höhenmeter, der Peak District als einziger Park Bahnhöfe innerhalb der Grenzen und viele kurze Runden, und Dartmoor ist der einzige, in dem Sie abseits der Wege gehen und zelten dürfen.
- Welcher Park ist ohne Auto am besten erreichbar?
- Der Peak District. Die Linie von Manchester nach Sheffield hält in Edale, Hope und Hathersage, mitten im Park. Der Lake District hat Bahnhöfe in Windermere und Oxenholme; die Broads liegen eine Viertelstunde von Norwich.
- Wann fährt man in einen Nationalpark?
- Mai bis September, und Ende August für die blühende Heide auf den North York Moors, auf Dartmoor und in Northumberland. Im Winter sind die hohen Straßen bei Schnee als erste gesperrt, und das Wetter schlägt schnell um; nehmen Sie in jeder Saison Regenkleidung mit.
- Darf man in den Nationalparks wild zelten?
- Nur auf Dartmoor, in ausgewiesenen Zonen und für höchstens zwei Nächte am selben Platz. Überall sonst gehört das Land jemandem, und Sie brauchen dessen Erlaubnis; Campingplätze gibt es in jedem Park.